Der Hantavirus-Ausbruch im Zusammenhang mit der MV Hondius hat bisher acht Menschen erkrankt, darunter drei Todesfälle, meldeten Berichte; Der identifizierte Andes-Virus ist eine seltene Strain, der sich von Mensch zu Mensch ausbreiten kann, aber Gesundheitsbehörden betonen, dass er keine Pandemie auslösen wird. Maria van Kerkhove, Direktorin für Epidemie- und Pandemievorbereitung bei der WHO, sagte am 7. Mai in einer Pressekonferenz: „Dies ist kein Coronavirus – ich möchte hier klarstellen: Es handelt sich nicht um SARS-CoV-2 und auch nicht um den Beginn einer COVID-Pandemie.“

Bestätigte und vermutete Fälle

Fünf Fälle sind bestätigt, drei vermutet. Zwei britische Staatsbürger mit bestätigten Fällen werden in den Niederlanden und Südafrika behandelt. Eine niederländische Frau, die die MV Hondius am 24. April auf der Insel St Helena verließ, starb später. Ihr Ehemann war bereits am 11. April an Bord gestorben, doch es ist unklar, ob er einer der bestätigten Hantavirus-Fälle ist. Eine französische Frau isoliert sich in Paris, und ihr Zustand verschlechtert sich. Laut der französischen Gesundheitsministerin Stéphanie Rist wurden 22 Kontakte nachverfolgt.

Isolation und Kontaktnachverfolgung

Passagiere, die von der Fähre zurückkehren, werden gebeten, sich vorbeugend in Isolation zu begeben. Zwanzig Briten isolieren sich derzeit im Arrowe Park Hospital in Merseyside, nachdem ihr Charterflug von Teneriffa am Sonntag im Manchester Airport gelandet ist. Sie bleiben dort 72 Stunden, bevor sie zu Hause für weitere 42 Tage in Selbstisolation gehen sollen. Robin May, Chef-Wissenschaftler bei der UKHSA, beschrieb das Kontaktnachverfolgungsprogramm als „eine ziemlich gewaltige Aufgabe“ und betonte, dass es noch eine Weile andauern werde.

Containment und Risikobewertung

Die WHO betonte, dass der Ausbruch beherrscht bleibt und sich nicht wie die Ausbreitung von SARS-CoV-2 verhält. Tedros Ghebreyesus, Generalsekretär der WHO, erklärte, dass vorherige Ausbrüche des Andes-Virus engen und langfristigen Kontakt erforderten, insbesondere unter Familienangehörigen, engen Partnern und Pflegepersonen. „Dies ist keine Grippe; sie verbreitet sich sehr, sehr anders“, sagte er. Laut der WHO hat der Hantavirus eine Sterblichkeitsrate von bis zu 40 Prozent. Robin May versicherte der BBC jedoch, dass das Risiko für Menschen, die nicht direkt mit der Fähre in Verbindung stehen, „extrem gering“ sei.