NAIROBI — Die kenianische Regierung begann diese Woche mit einem Schuldentausch, um 500 Millionen US-Dollar an fälligen Eurobonds durch neue Dollar-Bonds zu ersetzen, während die globalen Zinsen sinken. Laut Bloomberg-Daten sanken die Zinsen auf die geplanten 7,25-Prozent-Anleihen, die im Februar 2028 fällig sind, auf 6,14 Prozent, während die 8-Prozent-Abzahlungsanleihen, die im Mai 2032 fällig sind, auf 7,14 Prozent abgesenkt wurden.

Niedrigere Zinsen signalisieren günstigere Kredite in der Zukunft. Das Angebot sieht Prämien vor: 1.035 Dollar pro 1.000 Dollar Nennwert für die 2028er-Tranche, plus 1.055 Dollar für die 2032er-Anleihen, zusätzlich zu den Zinsen. Die Bewerbungen begannen am Montag und enden nächste Donnerstag, abhängig davon, ob die Verkäufe der neuen Anleihen in den globalen Märkten erfolgreich sind.

Der Kabinettssekretär des Nationalen Haushalts, John Mbadi, hob das Vorhaben letzte Woche während einer Pressekonferenz in Nairobi hervor. „Diese Schuldentätigkeit verringert das Risiko der Refinanzierung und senkt die Kreditkosten, nachdem sich die Märkte für kenianische Anleihen erwärmten“, sagte Mbadi. Das Land gab im Februar 2025 1,2 Milliarden Dollar an 2028er-Anleihen und im Oktober 2024 1 Milliarde Dollar an 2032er-Anleihen aus, um einen Default auf einer Euroanleihe im Juni 2024 zu vermeiden.

Der Schuldenspezialist Paul Kemboi bezeichnete dies als proaktive Verwaltung. „Bessere Bedingungen ermöglichen Kenia, Rückzahlungen zu strecken und große Einmalzahlungen zu vermeiden, während die Budgets knapp sind“, sagte Kemboi den Medien. Er wies auf Ähnlichkeiten mit den Rückkäufen im Jahr 2024 und 2025 hin, die die Laufzeiten verlängerten.

Moodys stärkte vor Wochen das Vertrauen, indem es die langfristige Rating für lokale und fremdwährige Anleihen Kenias von Caa1 auf B3 hob, am 27. Januar 2026. Die Agentur änderte die Ausblick auf stabil. S&P betonte letzte Woche, dass makroökonomische Fortschritte und das Investorenvertrauen für die Schuldensicherheit bestehen müssen.

Die öffentliche Schuld Kenias erreichte 11,81 Billionen Schilling. Externe Druckmittel steigen durch dicht beieinanderliegende Fälligkeiten, schwache Einnahmen und Klimakosten. Kürzliche Tauschaktionen haben die Laufzeiten verlängert, aber Kritiker warnen, dass neue Ausgaben lediglich teure Schulden umschulden, ohne den Bestand zu verringern.

Die Beamten setzen auf die aktuellen Zinssenkungen, bevor sich globale Veränderungen umkehren. Der Rückkauf verknüpft alte Anleihen mit neuen Ausgaben und glättet die Rückzahlungskurve bis 2032 und darüber hinaus.