16.250 Dosen des Ervebo-Impfstoffs kamen am Freitagabend in Kinshasa, der Hauptstadt der DR Kongo, an; Damit startete der erste von 70.000 Dosen, die am Donnerstag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Partnern zugesagt wurden. Weitere Dosen sollen in der kommenden Woche eintreffen.

Impfstoff gegen Zaire-Stamm, nicht gegen aktuellen Ausbruch

Obwohl der Ervebo-Impfstoff gegen den Zaire-Stamm der Viren zugelassen ist, gibt es keinen zugelassenen Impfstoff oder eine Behandlung für den derzeit in der DR Kongo verbreiteten Bundibugyo-Stamm. Laut WHO deuten frühe Daten aus Tierversuchen darauf hin, dass der Ervebo-Impfstoff möglicherweise auch vor dem Bundibugyo-Stamm schützt.

Vorherige Ervebo-Einsätze bei Ausbrüchen

Samuel Roger Kamba, der Gesundheitsminister der DR Kongo, teilte mit, dass der Ervebo-Impfstoff bereits mehrfach eingesetzt worden sei, darunter in großem Umfang während des Ebola-Ausbruchs von 2018 bis 2020. Von den 70.000 Dosen, die für die DR Kongo bestimmt sind, sollen 20.000 Teil eines späten klinischen Tests sein, um die Wirksamkeit gegen den Bundibugyo-Stamm zu prüfen, so die WHO. Die restlichen 50.000 Dosen sind für Frontlinien- und Gesundheitskräfte vorgesehen.

Tödlichster Ausbruch in der Geschichte der DR Kongo

Der aktuelle Ausbruch hat nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 2.500 Menschen aus fast 5.300 bestätigten Fällen getötet, while Die Vereinten Nationen warnten diese Woche, dass sich die Infektionen weiter „exponentiell“ ausbreiten. Der Ausbruch wurde offiziell Mitte Mai erfasst, doch er soll bereits Wochen davor begonnen haben, but Daten des Afrikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle und Prävention zeigen, dass die Übertragung noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat und sich verdreifachen könnte.

Experten berichten, dass Bemühungen, das Virus einzudämmen, durch anhaltende bewaffnete Konflikte, Verzögerungen bei der Identifizierung von Fällen und fehlende Infrastruktur im Osten der DR Kongo behindert werden. Die DR Kongo hat in den letzten Jahren mehrere Ebola-Ausbrüche erlebt, wobei dieser der schwerwiegendste in der Geschichte des Landes ist.