Ein Mordvorwurf gegen Aaron Spencer. Einen Sheriff-Kandidaten in Arkansas. Wurde abgelehnt, weil ein entscheidender Dashcam-Speicherchip verloren gegangen war; Der Speicherchip hätte den tödlichen Schuss auf Michael Fosler im Jahr 2024 aufzeichnen können — Der Sonderkreisrichter Ralph Wilson Jr. entschied, dass der Umgang mit Beweisen durch die Polizei so schwerwiegend war, dass der Fall abgelehnt werden musste.

Hintergrund des Falls und Rechtsverfahren

Spencer wurde beschuldigt, einen zweiten Grad Mord begangen zu haben, nachdem er Fosler, 67, erschossen hatte. Fosler war auf Kaution von 50.000 Dollar freigelassen worden, obwohl er 43 Anklagepunkten stand, darunter Vergewaltigung, Cyberstalking und Besitz von Kinderpornografie. An dem Abend des Vorfalls fand Spencer seine 13-jährige Tochter in Foslers Auto und zwang dessen Pickup von der Straße. Nach einem Streit rief Spencer 911 an und meldete, dass er Fosler erschossen hatte.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, Spencer habe den Mord geplant und hätte während der Verfolgung die Polizei rufen können. Spencer gab jedoch ein Geständnis ab und behauptete, er habe gehandelt, um seine Tochter vor einem Vergewaltiger zu schützen. Der Richter stellte fest, dass der Dashcam-Speicherchip nicht in den ersten Entdeckungsdokumenten aufgeführt wurde und später verschwand, während er in der Obhut des Sheriffs war. Dies zeigte laut Richter ein Muster von Verfahrensverstößen.

„Das Gericht stellt fest, dass das Verhalten der Polizei so gravierend war, dass die Einstellung des Falls gerechtfertigt ist“, schrieb der Richter, wie Gerichtsunterlagen zeigen.

Politische und gesellschaftliche Auswirkungen

Spencers Rechtsfall spielte im Zentrum seiner Kandidatur zum Sheriff in Lonoke County eine zentrale Rolle. Seine Anwälte betonten, dass der Vater niemals angeklagt werden sollte, weil er sein Kind beschützte. Erin Cassinelli, Spencers Anwalt, sagte in einer Erklärung, die Familie solle nicht gezwungen werden, das Trauma in Gerichtsverhandlungen noch einmal zu durchleben. Die Associated Press identifiziert normalerweise keine Opfer von Sexverbrechen, aber Spencer hat die Erfahrung seiner Tochter mit dem Strafrechtssystem zu einem zentralen Teil seiner Wahlkampagne gemacht.

Spencer, ein 37-jähriger ehemaliger Soldat und Farmer, gewann in den USA nationale Aufmerksamkeit durch seinen Fall, der die Debatte über die Grenzen der Selbstverteidigung und das Recht eines Elternteils, sein Kind zu schützen, erneut entfachte. Er hat sich als Reformator im Justizsystem positioniert und kritisiert, dass Fosler trotz der Schwere der Vorwürfe auf Kaution freigelassen wurde.

Wahl und öffentliche Reaktion

Spencer gewann kürzlich die Republikanerpräferenz für den Sheriff und könnte im November die Position übernehmen, wenn er bis zum Prozess frei bleibt. Der Fall löste eine erhebliche öffentliche Debatte aus, insbesondere über die Entscheidung des damaligen Sheriffs John Staley, Spencer mit Mord zu belasten. Staley verteidigte diese Entscheidung und sagte: „Selbst jemand, der einen Sexualstraftäter tötet, muss sich dem Gesetz verantworten.“

In einer Facebook-Nachricht schrieb er: „Ich bin der Vater, der seine Tochter beschützte, weil das System sie allein ließ.“ Spencer hat zugesagt, in der Grafschaft stärkere Sicherheitsmaßnahmen einzuführen, wobei er auf seine Erfahrung als Elternteil zurückgriff, der das Gefühl hatte, das System habe sein Kind versagt.

Spencers Sieg bei der Präferenzwahl erfolgte inmitten wachsenden öffentlichen Unmuts über die Behandlung von Sexualverbrechen im Strafrechtssystem. Sein Wahlkampf erhielt sowohl Unterstützung als auch Kritik. Einige betrachten ihn als Helden, der gehandelt hat, als das System versagte, andere fragen die rechtlichen und moralischen Implikationen von Selbstjustiz.