Mit Blick auf die Berichte von Al Jazeera hat Marokko den AFCON-Fall für geschlossen erklärt, obwohl Senegal weiterhin gegen die Entscheidung protestiert, den Titel der Africa Cup of Nations (AFCON) zu entziehen. Die Atlas-Lions erhielten nach dem Rückzug mehrerer Spieler aus dem Westafrikanischen Team aufgrund einer Streitfrage um einen Elfmeter in der Januar-Endrunde einen 3:0-Sieg.

Senegals Rechtsstreit geht weiter

Senegal, das am Abend des Finalspiels mit 1:0 verlor, hält weiterhin den AFCON-Trophäen und hat eine rechtliche Auseinandersetzung gegen die Entscheidung eingeleitet, den Titel zu entziehen. Marokko hingegen glaubt. Dass ihr Berufung den Fall bereits abschließend klärt — Die CAF entschied jedoch zugunsten Marokkos, da der Protest gegen die Sportregeln verstoßen habe.

Senegals Fall ist derzeit vor der CAF und könnte noch vom CAS, dem internationalen Sportarbitragegericht, überprüft werden; Dennoch hat Marokko bereits weitergemacht und sich auf die bevorstehenden Spiele und die Weltmeisterschaft 2026 konzentriert. Der neue Trainer, Mohamed Ouahbi, bereitet bereits das Team für den nächsten Schritt vor.

Die Atlas-Lions zeigten im Freundschaftsspiel gegen Ecuador in Madrid ein 1:1-Unentschieden, was ihr erstes Spiel seit dem umstrittenen AFCON-Finalspiel darstellt — Ouahbi, der erst drei Monate vor der Weltmeisterschaft die Leitung übernommen hat, betonte, dass das Team für den globalen Wettkampf bereit sei.

Fokus auf die Zukunft

Spieler und Funktionäre Marokkos haben sich weitgehend aus der AFCON-Debatte zurückgezogen. Torhüter Yassine Bounou erklärte den Medien, dass das Team sich auf die Zukunft konzentriere, nicht auf die Vergangenheit. „Unser Antwort wäre, was unsere Verband gesagt hat, und das ist alles“, sagte er. „Wir schauen nach vorne.“

Tausende Fans Marokkos, viele in Nationalfarben gekleidet und mit Vuvuzelas ausgestattet, glauben, dass die Entscheidung gerecht war. Yassine el-Aouak, ein 35-jähriger Fan aus Italien, sagte: „Wenn jemand sagt, es gibt Regeln, dann muss man sie folgen. Ich glaube, wir bringen den Pokal irgendwann nach Hause – wir wissen, dass wir ihn verdient haben.“

Auch andere Fans, wie Taha El Hadiguy, 22 Jahre alt, stimmten zu. „Es ist sehr anders, den Titel am Tag des Finalspiels zu gewinnen, als zwei Monate später. Aber ein Sieg ist ein Sieg. Wir haben einen weiteren Stern auf unserem Trikot.“

Die marokkanische Presse hat sich ebenfalls auf die bevorstehende Weltmeisterschaft konzentriert, wobei kaum Aufmerksamkeit auf Senegals mögliche Berufung gerichtet wurde. Das Spiel gegen Ecuador, obwohl die Offensive nicht scharf war, wurde als positives Zeichen für die Vorbereitung auf den globalen Wettkampf angesehen.

Auf die Weltmeisterschaft blicken

Das nächste Spiel Marokkos ist gegen Brasilien im Gruppenphase der Weltmeisterschaft am 13. Juni, ein hoch erwartetes Duell. Ouahbi, der letztes Jahr die Jugendmannschaften zum Sieg bei der U20-Weltmeisterschaft führte, betonte die Stärken seines Teams. „Wir sind ein Top-Team – der ecuadorianische Trainer erinnerte uns daran“, sagte er.

Ouahbi sprach auch über das Konzept von Schwächen und sagte: „Wenn man ein Top-Team ist, das weltweit auf Platz acht steht und Halbfinalist der Weltmeisterschaft ist, hat man keine Schwächen. Man hat nur Stärken, und wenn man irgendwelche Qualitäten verfehlt oder Bereiche, in denen man nicht gut abschneidet, muss man das gemeinsam wettmachen.“

Obwohl das Rechtsdienstteam der marokkanischen Verbands möglicherweise einen Herausforderer in Senegal antreffen könnte, konzentrieren sich Spieler und Trainer auf die Weltmeisterschaft. Sie haben die Chance, einen weiteren Pokal zu gewinnen, diesmal auf dem Platz, und sind entschlossen, sich auf der globalen Bühne zu beweisen.

Die Kontroverse um den AFCON-Titel bleibt ungeklärt, doch Marokko geht mit Zuversicht voran. Ihr Fokus liegt jetzt auf der bevorstehenden Weltmeisterschaft, bei der sie Geschichte schreiben und sich als eine der besten Mannschaften Afrikas etablieren möchten.