Die Mutter des Ehemannes einer 33-jährigen Schauspielerin ist festgenommen worden; Ihr Tod löste einen Streit um Ehesklaverei aus — Twisha Sharmas Eltern und Geschwister werfen ihrem Anwaltsherrn Samarth Singh und dessen Mutter, der pensionierten Richterin Giribala Singh, Folter wegen Ehesklaverei vor. Diese haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Festnahme der pensionierten Richterin

Twisha Sharma, Model und Schauspielerin, war erst fünf Monate verheiratet, als sie am 12. Mai in ihrem Ehehaus in Bhopal tot aufgefunden wurde. Am Donnerstag nahm die Central Bureau of Investigation (CBI) Giribala Singh nach mehreren Stunden Verhör fest.

Der Höchstrichter von Madhya Pradesh hatte zuvor ihre Vorsorgehaft aufgehoben. Ein Gericht hatte dabei festgestellt, dass ein Untersuchungsrichter entscheidende Beweise und Zeugenaussagen ignoriert habe. Nach Twishas Tod hatte die Polizei gegen die Singhs einen Fall um Ehesklaverei angemeldet. Vor Kurzem übernahm die CBI die Ermittlungen.

Öffentliche Aufmerksamkeit und Debatte um Ehesklaverei

Twishas Tod machte Schlagzeilen und brachte das Problem von Ehesklaverei erneut in den Fokus. Jährlich werden Tausende Frauen aufgrund unzureichender Mitgift getötet, obwohl die Praxis seit 1961 verboten ist.

Der Fall zieht aufgrund der Prominenz der Familie viel Aufmerksamkeit auf sich. Twisha war ehemalige Schönheitskönigin und Schauspielerin, ihr Ehemann und ihre Schwiegermutter waren Anwälte. Ihre Eltern werfen vor, dass die Ehesklaverei bereits kurz nach der Hochzeit begonnen habe. Sie behaupten auch, dass Singh und seine Mutter Twisha beschuldigten, Untreue begangen zu haben, und sie zur Abtreibung zwangen.

Gegensätzliche Aussagen und Rechtsverfahren

Die Singhs bestreiten die Vorwürfe und behaupten, Twisha habe psychische Probleme und sei Selbstmord gestorben. Sie sagen auch, dass die Entscheidung zur Abtreibung allein bei ihr lag. Singh ist derzeit in Polizeigewahrsam. Er soll nach Twishas Tod geflohen sein und wurde am 22. Mai in Jabalpur festgenommen.

Twisha wurde am Sonntag nach einer zweiten Obduktion eingeäschert. Ihre Familie hatte behauptet, dass die erste Obduktion fehlerhaft war und die Polizei einen Deckel vorlege. Die Polizei wies diese Vorwürfe zurück.