Elon Musk hat nach der Premiere am 9. September scharf und öffentlich gegen Alex Gibney’s Dokumentation über sein Leben und Wirken reagiert. Der Film trägt den Titel Musk und zeigt den reichsten Mann der Welt als umstrittenen Charakter, dessen Ambitionen, Geschäftspraktiken und Privatleben ernste ethische Fragen aufwerfen, wie The Hollywood Reporter und Deadline berichten.
Elon Musks Reaktion und Verschwörungstheorien
Nach der Premiere nutzte Musk seine Plattform X, ehemals Twitter, um die Dokumentation als „Hit Piece, das daneben geht“ zu bezeichnen und sie als „sehr langweilig“ zu verurteilen. Zudem beschuldigte er Gibney, eine Liste von Leuten zusammengestellt zu haben, die „eine Achse zu schleifen“ hätten. In einer Reihe von Beiträgen teilte Musk auch ein Bild im Stil von Verschwörungstheorien, das einen Puppenfiguren-Puppet-Label „Alex Gibney“ zeigt, der von einer Figur namens „Team Soros“ gesteuert wird, die wiederum vom demokratischen Parteienpuppen gesteuert wird. Musk kommentierte das Bild mit „Genau so ist es“, wie The Guardian meldete.
Er antwortete auch auf einen Unterstützer, der sagte, er habe von Gibney noch nie gehört, und bezeichnete das als „Psy-Op“, eine Anspielung auf eine geplante psychologische Operation. „Gibney hat absolut keine Integrität. Null“, schrieb Musk. „Doch Dreck ist mehr wert als Gibney.“
Inhalt und Produktion der Dokumentation
Musk, der fast vier Stunden dauert, wurde von Alex Gibney, bekannt für Dokumentationen über Enron, WikiLeaks und Wladimir Putin, inszeniert. Der Film zeigt Musk als „kleingeistigen, narzisstischen, megalomanischen“ Charakter, der umstrittene Aussagen gemacht und Handlungen vorgenommen hat, die weitreichende Folgen hatten, wie etwa Kritik an USAID oder die falsche Behauptung, er habe Tesla gegründet, wie Deadline und The Hollywood Reporter berichten.
Die Dokumentation enthält auch Interviews mit Musks Familie, darunter seine erste Ehefrau Justine Musk, seine Kinder mit Ashley St. Clair, seinen Vater Errol Musk sowie Journalisten und Geschäftspartnern. Der Film wurde mit einer besonderen Technik produziert: Da Musk nicht mitwirken wollte, erstellte sein digitales Effekte-Team eine CGI-Avatar-Figur, die mit seinen eigenen aufgezeichneten Worten spricht, wie The Hollywood Reporter und Vietnam.vn berichten.
Reaktionen und Verleihplanung
Der Film hat bereits nach seiner Premiere Kontroversen ausgelöst und Aufmerksamkeit gewonnen. Er ist für eine US-Kino-Premiere am 16. Oktober geplant und wird später auf HBO ausgestrahlt, wie Vietnam.vn meldet. Gibney verteidigte den Film als notwendige und umfassende Untersuchung eines Mannes, dessen Einfluss sich über Technologie, Politik und globale Kultur erstreckt.
Einige Kritiker fanden die Länge des Films zu groß, andere argumentierten, dass die Länge gerechtfertigt sei, bedingt durch die Auswirkungen, die Musk hat. „Bei 225 Minuten wird manche Person den Film zu lang finden, ich fand ihn aber von Anfang an fesselnd“, schrieb ein Kritiker von Deadline.
Ob Musk den Film tatsächlich gesehen hat, ist unklar. Seine öffentlichen Äußerungen deuten jedoch auf eine starke emotionale Reaktion auf den Inhalt hin. Der Film ist zu einem kulturellen Flashpoint geworden, bei dem sowohl Unterstützer als auch Kritiker Musks Urteile über die Qualität und Genauigkeit abgeben.
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