NASA gab am Samstag ein neues technisches Problem mit ihrem Mond-Raketen-System bekannt, was den geplanten Start der nächsten Mission im März erheblich in Frage stellt. Das Problem trat in der oberen Stufe der 98 Meter hohen Space Launch System (SLS) auf, nur einen Tag nachdem die Behörde den Starttermin für die erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren auf den 6. März festgelegt hatte.
Die Ingenieure entdeckten den Ausfall des Helium-Flusses während der Nacht. Der Helium-Versorgungssystem ist für wichtige Funktionen in dieser Stufe verantwortlich, wie die Behörde erklärte. Das Problem ist von den Wasserstoff-Lecks unabhängig, die zuvor einen Probelauf behindert und eine Wiederholung erforderlich machten.
Die Teams analysieren derzeit Daten am Kennedy Space Center in Florida. NASA erwägt zwei Optionen: Reparaturen direkt am Startplatz oder das Zurückrollen der riesigen Rakete in die Halle. "Dies wird den März-Startfenster fast sicher beeinträchtigen," sagte die Behörde.
Das vierköpfige Team – Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover, Missionsspezialistin Christina Koch und Kanadier Jeremy Hansen – begann am Freitagabend mit einer zweiwöchigen Quarantäne. Die Isolierung schützt sie vor Infektionen vor dem Flug. Ein zweiter Treibstofftest am Donnerstag zeigte minimale Lecks, was die Hoffnungen auf einen Start im März bis zu diesem Helium-Problem steigerte.
Das Problem beschränkt sich auf die Zwischenkryopropulsionsstufe oben auf dem SLS-Kern. Dieser Abschnitt bringt die Orion-Kapsel in eine hohe Erdumlaufbahn für Systemtests nach dem Start. Danach trennt sich Orion von der Stufe, die zu einem Testziel wird. Astronauten üben an Bord Dockmanöver, die für spätere Mondmissionen erforderlich sind.
Artemis II ist eine bemannte Mondumflugmission ohne Landung. Sie baut auf der unbesetzten Artemis I-Mission im späten Jahr 2022 auf, die trotz eigener Wasserstoff-Probleme vor dem Start erfolgreich um den Mond flog. Wasserstoff-Lecks haben Artemis II bereits um einen Monat zurückgeschoben.
NASAs Apollo-Ära schickte zwischen 1968 und 1972 24 Astronauten zum Mond. Artemis zielt darauf ab, Menschen erneut dorthin zu schicken, wobei ein bemannter Landeversuch nicht vor 2026 oder später geplant ist. Manager betonen den kontinuierlichen Fortschritt trotz dieser Herausforderungen. Die Rakete ist mit Treibstoff auf Startplatz 39B gefüllt und bereit für die nächsten Schritte.
Die Ingenieure priorisieren eine schnelle Lösung. Arbeiten am Startplatz könnten den Zeitplan bewahren. Ein Besuch in der Halle würde jedoch zu weiteren Verzögerungen führen. NASA wird nach Datenanalyse Updates geben, sagte die Behörde. Die Mission testet die Fähigkeiten der Orion-Kapsel in der tiefen Raumfahrt vor risikoreicheren Schritten.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts