Indiens Nationaler Monetarisierungsplan (NMP) 2.0, der am 23. Februar von Finanzministerin Nirmala Sitharaman vorgestellt wurde, will in den nächsten fünf Jahren 10 Lakh crore einnehmen. Dies markiert eine deutliche Steigerung gegenüber dem Ziel von 6 Lakh crore des Vorgängers, NMP 1.0. Das neue Vorhaben, das im Union-Budget 2025-26 angekündigt wurde, zielt darauf ab, in den Finanzjahren 2026 bis 2030 ein Potenzial von 16,72 Lakh crore an öffentlichen Vermögenswerten zu entfesseln, darunter 5,8 Lakh crore in privaten Investitionen.

Erweiterte Ziele und sektorale Schwerpunkte

Der NMP 1.0, der 2021 von der Niti Aayog ins Leben gerufen wurde, hatte das Ziel, in vier Jahren (FY2022-25) durch die Monetarisierung öffentlicher Infrastrukturvermögenswerte 6 Lakh crore zu mobilisieren. Er erreichte 89 Prozent seines Ziels und brachte 5,3 Lakh crore ein. Der neue NMP 2.0 hingegen legt ein ambitionierteres Ziel von 16,72 Lakh crore fest, was laut einer offiziellen Mitteilung über 2,6 Mal höher ist als das frühere Vorhaben.

Finanzministerin Sitharaman betonte, dass der NMP 2.0 mit der breiteren Vision von Viksit Bharat übereinstimmt, die darauf abzielt, die Infrastrukturentwicklung zu beschleunigen und den Wachstumsmomentum Indiens zu fördern. Sie erklärte, dass die Monetarisierung öffentlicher Vermögenswerte die Wiederinvestition von Ressourcen in neue Projekte und Kapitalausgaben ermöglichen wird, wodurch der Budgetlast der Regierung minimiert wird.

Der NMP 2.0 umfasst eine breite Palette von Sektoren, einschließlich Autobahnen, Schienenverkehr, Strom, Erdöl und Erdgas, zivile Luftfahrt, Häfen, Lager- und Lagerungsbereiche, städtische Infrastruktur, Kohle, Bergbau, Telekommunikation und Tourismus. Unter diesen wird erwartet, dass Autobahnen die höchsten Einnahmen von 4,42 Lakh crore erbringen, gefolgt von Strom mit 2,77 Lakh crore, Häfen mit 2,64 Lakh crore und Schienenverkehr mit 2,62 Lakh crore in den fünf Jahren.

Umsetzung und Governance

Der NMP 2.0 ist das Ergebnis von Gesprächen mit mehreren Stakeholdern, darunter Niti Aayog, dem Finanzministerium und den zuständigen Ministerien. Das Vorhaben wird als „Whole-of-Government“-Anstrengung beschrieben, mit einem beauftragten Kerngruppe von Sekretären für Vermögensmonetarisierung (CGAM), die vom Kabinettssprecher geleitet wird, um den Fortschritt zu überwachen.

Laut der Mitteilung ist die Regierung entschlossen, das Vermögensmonetarisierungsprogramm zu einem wertsteigernden Angebot für sowohl öffentliche als auch private Investoren zu machen. Dies umfasst die Verbesserung der Infrastrukturqualität und der Betriebs- und Wartungskosten, um sicherzustellen, dass die Vorteile der Monetarisierung maximiert werden.

Die Monetarisierungseinnahmen werden in vier Kategorien verteilt: den Konsolidierten Fonds Indiens, die Zuordnung an staatliche Unternehmen und Hafenbehörden, den Konsolidierten Fonds der Bundesstaaten und direkte Investitionen (privat), abhängig von der ausführenden Behörde und der Monetarisierungsform. Es wird geschätzt, dass der größte Teil der Einnahmen in den Konsolidierten Fonds Indiens fließen wird, gefolgt von direkten privaten Investitionen, der Zuordnung an staatliche Unternehmen oder Hafenbehörden und dem Konsolidierten Fonds der Bundesstaaten.

Strategische Phasen und Instrumente

Der Ansatz zur Umsetzung des NMP 2.0 ist in fünf Phasen unterteilt, beginnend mit der Identifizierung von Vermögensklassen für jeden Sektor und der Bestimmung der geeignetsten Monetarisierungsform. Die Analyse umfasst auch die Schätzung des Monetarisierungswerts, abzüglich der Abschreibung für Vermögenswerte, die nach dem Konzessionszeitraum an die Monetarisierungsbehörde zurückkehren.

Die unter dem NMP 2.0 identifizierten Vermögenswerte und Transaktionen werden voraussichtlich über eine Vielzahl von Instrumenten umgesetzt, einschließlich direkter Vertragsinstrumente wie Public-Private-Partnerschafts-Konzessionen und Kapitalmarktinstrumente wie Infrastruktur-Investment-Trusts (InvIT). Die Wahl des Instruments hängt vom Sektor, der Art des Vermögenswerts, der Zeitpunktzugehörigkeit der Transaktionen, dem Profil der Investoren und dem Grad der operativen oder investiven Kontrolle ab, die der Vermögenswerteigner behält.

Sitharaman drängte alle Ministerien und Abteilungen, sich auf die Vereinfachung und Standardisierung der Prozesse zu konzentrieren, um sicherzustellen, dass die Monetarisierung ein reibungsloser Prozess wird. Sie betonte auch, dass die aus dem NMP 1.0 gewonnenen Erfahrungen als Leitfaden dienen würden, um Ressourcen optimal zu nutzen und Ergebnisse in einem zeitlich begrenzten Rahmen zu erzielen.

Der NMP 2.0 wird erwartet, das Vermögensmonetarisierungssystem zu stärken und in den kommenden Jahren eine effektivere Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern zu ermöglichen. Mit dem Ziel, in fünf Jahren 10 Lakh crore einzunehmen, wird das Vorhaben als entscheidender Schritt in der Infrastrukturentwicklung und der finanziellen Nachhaltigkeitstrategie Indiens angesehen.