JOHANNESBURG — Magda Wierzycka, Gründerin und CEO von Sygnia, Südafrikas zweitgrößtem Vermögensverwalter, stellt am Dienstag einen Venture-Capital-Fonds vor. Er richtet sich an Unternehmer mit KI-Technologien.
Das Vorhaben schließe eine Lücke im lokalen Finanzierungsmarkt, sagte Wierzycka. Südafrika besitze geistiges Potenzial auf Höhe von UK und USA, erklärte sie. Es fehle jedoch an strukturierten Investitionen.
Gründer pitchten oft bei Offshore-Fonds, teilte Wierzycka mit. Diese übernähmen Firmen für minimale Anteile wie 500.000 Dollar. Wierzycka kehrte kürzlich nach sechs Jahren Leitung eines britischen VC-Unternehmens nach Südafrika zurück.
Sygnia, bekannt für techaffine Ansätze, streue den Fonds zunächst selbst. Danach öffne er für institutionelle Investoren. Das Unternehmen plane einen nationalen Wettbewerb unter Verschwiegenheitsvereinbarungen.
Darin suche es Teams aus drei Personen mit starken Ideen und technischen Fähigkeiten, beschrieb Wierzycka. Top-Universitäten nährten den Talentpool: Stellenbosch University, University of Cape Town, Wits University und University of Pretoria.
Der Fonds solle innerhalb von sechs Monaten betriebsbereit und gestreut sein. Neben Kapital biete Sygnia Beratung zu Lizenzierung, Marketing und Kommerzialisierung. Wierzycka treibe das Vorhaben inmitten rasanter KI-Entwicklungen voran.
Sie nenne dies eine ‘agentic economy’, in der KI-Agenten menschliche Aufgaben übernähmen. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wünschte sie sich Anfang des Jahres einen ‘Riesen-Löschknopf’. Die Gefahren überwögen die Vorteile für die Menschheit, sagte sie.
Sie prognostizierte massive Jobverluste im weißen Kragen: Anwälte, Buchhalter, Finanzexperten. Südafrika könne sich dennoch nicht abseiten. Andere Länder pumpten Milliarden in KI.
Ohne eigene Investitionen exportiere das Land Ingenieure und importiere später deren Systeme, warnte Wierzycka. Es würde von Riesen wie Meta, Google, OpenAI, Nvidia und Microsoft abhängen. Acht Firmen diktierten Bedingungen für acht Milliarden Menschen.
Regierungsmaßnahmen seien essenziell, forderte sie. Wierzycka rief zu Vorschriften auf. Pensionfonds müssten 0,5 Prozent ihrer Vermögen in innovationsorientierte VC-Fonds stecken.
Das sei ‘Mickey-Mouse-Geld’ mit enormem Renditepotenzial, sagte sie. Arbeitslosigkeit drücke in Südafrika stark. Doch KI-Investitionen seien unvermeidbar und notwendig.
Jobverdrängung geschähe global. Der Fokus müsse auf Umschulung liegen. ‘KI ist eine Notwendigkeit’, betonte Wierzycka. Südafrika müsse mitmachen, um in globale Debatten einzugreifen und Investitionen anzuziehen.
So vermeide es, Dollar für importierte Technik zu zahlen. Sygnia positioniere Südafrika so, eigene KI-Infrastruktur aufzubauen. Wierzycka betonte kleine Teams mit eigenem geistigem Eigentum.
Sygnia helfe ihnen, zu marktreifen Unternehmen heranzuwachsen.
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