Nick Pasqual, ein US-Aktor mit kleineren Rollen in Fernsehsendungen und Filmen, darunter eine Erscheinung in How I Met Your Mother, wurde von einem kalifornischen Gericht zu 32 Jahren bis Lebensende verurteilt. Der 36-Jährige wurde nach einem Angriff im Mai 2024 wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung, Einbruchs und anderer Delikte schuldig gesprochen.
Angriff und Festnahme
Am 23. Mai 2024 soll Pasqual gegen 4:30 Uhr in die Wohnung von Shehorn in Sunland eingebrochen haben und sie mehr als 20 Mal in verschiedenen Körperteilen, darunter Hals, Brust, Rücken und Arme, erstochen haben. Nachdem er den Tatort verlassen hatte, wurde er an einer Grenze in Texas festgenommen. Shehorn überlebte den Angriff nach einer Notoperation und intensiver medizinischer Betreuung, obwohl sie anhaltende körperliche Verletzungen und emotionale Traumata beschrieb.
Im Prozess gab Shehorn an, dass die Beziehung gewalttätig gewesen sei. Vor dem Angriff hatte sie gegen Pasqual eine Einstellungsverfügung erwirkt. Sie schilderte eine gewalttätige Auseinandersetzung vor der Trennung, bei der Pasqual Löcher in ihre Eingangstür schlug und sich gewaltsam in ihre Wohnung zwang. Später suchte Shehorn Schutz im Badezimmer, da sie glaubte, es gäbe einen zweiten Schließmechanismus, der sie schützen würde.
Urteil und Strafe
Ein Geschworenenteam sprach Pasqual am 8. Mai für schuldig wegen versuchten Mordes, Einbruchs, Vergewaltigung und anderer Delikte. Der Richter war jedoch nicht von Pasquals öffentlichen Beteuerungen von Reue beeindruckt. In der Verhandlung sagte Pasqual: „Allie hat nicht verdient, dass ihr beinahe das Leben genommen wurde. Keine Worte können eine angemessene Entschuldigung für das bilden, was sie durchlitten hat.“
Der Richter verwies jedoch auf einen telefonischen Anruf, den Pasqual zwei Monate zuvor getätigt hatte, in dem er Shehorn scheinbar verspottete. „Sie haben angegeben, Reue für das Erlebte zu empfinden. Doch wenn das stimmt, warum haben Sie dann am 29. April in diesem Telefonat mit Ihrem Freund Allie Shehorn für das, was sie durchgemacht hat, verspottet?“, fragte der Richter.
Nachwirkungen und Berufung
Pasqual kündigte an, das Urteil anzufechten. Seine Vertreter erklärten gegenüber Entertainment Weekly: „Ich bin weiterhin tief beunruhigt von allem, was mit diesem Fall zusammenhängt, und wünsche allen Betroffenen Heilung und Frieden.“ Er versprach zudem, sich auf „Suchtbehandlung, Genesung, Verantwortung und einen respektvollen Berufungsprozess“ zu konzentrieren.
Shehorn brachte zudem eine Zivilklage gegen Pasqual ein, in der sie Schadensersatz für die körperlichen und emotionalen Schäden verlangt. Sie sprach öffentlich über ihre anhaltenden Traumata, darunter, dass sie immer noch Albträume vom Angriff hat. „Als ich auf dem Boden lag, in einer Blutlache, fragte ich mich, ob dies der Moment war, in dem mein Leben enden würde“, sagte sie.
Der Fall erregte aufgrund von Pasquals Schauspielkarriere und der Schwere der Gewalt großes Medieninteresse. Er unterstreicht zudem bestehende Sorgen um häusliche Gewalt und die rechtlichen Konsequenzen solcher Straftaten.
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