Marius Borg Høiby. Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, wurde nach einem Prozess zu vier Jahren Haft verurteilt; Die Verurteilung erfolgte nach Vorwürfen von zwei Vergewaltigungen, die sich zwischen 2018 und 2024 ereignet haben. Laut Nuevaradio fanden sich oft nach Nächten mit starkem Alkohol- und Drogenkonsum.

Vergewaltigungsvorwürfe und Beweise

Ein Vorfall, der sich angeblich im Privatwohnsitz des Königspaares ereignete, stand im Fokus — Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass Høiby mit Frauen, die bewusstlos oder eingeschlafen waren, Geschlechtsverkehr hatte, was eine Einwilligung ausschloss. Laut Kronen Zeitung fanden Polizisten auf Høibys Smartphone ein Video von einer angeblichen Vergewaltigung. Das Video entstand angeblich an einem Palmsonntag in der Wohnung einer 20-jährigen Frau in Oslo.

Der Staatsanwalt Sturla Henriksbo beschrieb Høiby als einen Mann, der sich «ohne Grenzen» verhalten könne. Der Prozess debattierte, ob Høiby die Bewusstlosigkeit der Frauen vernünftig beurteilen konnte. Høiby gab an, er sei «nicht gewohnt, mit Frauen zu schlafen, die eingeschlafen sind.»

Gerichtsverfahren und Festnahmen

Høiby wurde am 4. August 2024 erstmals festgenommen, nachdem er angeblich seine damalige Freundin in ihrer Wohnung in Oslo angegriffen hatte. Medienberichte zeigten ein Messer, das in der Wand steckte, und einen zerschmetterten Kronleuchter auf dem Boden. Laut Nuevaradio wurde er seither dreimal festgenommen. Bei jeder Festnahme wurden Handys beschlagnahmt, die angebliche Übergriffe filmten.

Am 6. November wurde Høiby erneut in Haft genommen, nachdem Ermittler ein Video einer angeblichen Vergewaltigung auf seinem Handy fanden. Die betroffene Frau selbst legte keine Anzeige, doch die Polizei identifizierte sie. Ihre Anwältin sagte norwegischen Medien, sie habe «eine schwere Zeit».

In einem weiteren Fall wurde Høibys Exfreundin, Juliane Snekkestad, als Zeugin in einem angeblichen Vergewaltigungsfall in Tønsberg vernommen. Laut Kronen Zeitung hatte Snekkestad Høiby bereits nach seiner ersten Festnahme wegen häuslicher Gewalt angeklagt.

Private Geständnisse und Medienkritik

Høiby bekannte, mit psychischen Problemen und Drogenkonsum zu kämpfen. In der Verhandlung sagte er, er werde «hauptsächlich als der Sohn meiner Mutter wahrgenommen und für nichts anderes». Er sagte, das habe einen «starken Wunsch nach Anerkennung» ausgelöst, was zu «zahlreichen Sex- und Drogenpartys» führte.

Er kritisierte auch die Medien, die ihn als «Monster» darstellten und ihn «Ziel der nationalen Hasswelle» machten. Laut Kronen Zeitung ist Høiby aus einer früheren Beziehung hervorgegangen und hat die königliche Familie bereits mehrfach in Verruf gebracht.

Die Staatsanwaltschaft wirft Høiby vor, Paragraf 291 des norwegischen Strafgesetzbuches verletzt zu haben, der Vergewaltigungsvorfälle regelt. Die Höchststrafe liegt bei zehn Jahren. Laut Kronen Zeitung hat Høiby nach seiner dritten Festnahme keinen Antrag auf Haftprüfung gestellt.