Oppositionsabgeordnete im keralischen Landtag stürmten am Montag die Sitzungshalle, um gegen die Regierung unter Führung von Pinarayi Vijayan wegen des Golddiebstahls in Sabarimala zu protestieren. Die Unruhen folgten der Entlassung des Beschuldigten Tantri Kandararu Rajeevaru, ehemaligen Hauptpriesters der Sabarimala-Tempel, der aus dem Gefängnis Poojappura nach Erhalt der Kaution durch das Kollam-Vigilanzgericht entlassen wurde.

Rajeevaru wurde nach 41 Tagen Untersuchungshaft auf Kaution entlassen. Das Gericht gewährte ihm Kaution in Fällen, die den angeblichen Missbrauch von Gold aus den Skulpturen des Dwarapalaka (Wächtergott) und der Kattilappaali (Türrahmen) betreffen. Der Beschuldigte wurde am 9. Januar von der Kriminalabteilung festgenommen und von der Sonderermittlungsgruppe (SIT) befragt, wie die Polizei Keralas berichtete.

Die Festnahme erfolgte nach der Anzeige mehrerer Delikte, darunter Verrat der Vertrauenswürdigkeit, Betrug, kriminelle Verschwörung und Bestimmungen des Korruptionsverhinderungsgesetzes. Laut der Festnahmennachricht, die unter Abschnitt 48 des Bharatiya Nagarik Suraksha Sanhita (BNSS) ausgestellt wurde, betrifft der Fall angebliche Unregelmäßigkeiten bei der Entfernung und Verarbeitung von goldplattierten Kupferplatten und dekorativen Strukturen, die an der Tür des heiligen Bereichs des Sabarimala-Tempels befestigt waren.

Der Fall des Golddiebstahls in Sabarimala bezieht sich auf die Anschuldigungen, dass etwa 4,54 Kilogramm Gold aus heiligen Tempelrelikten, einschließlich der Türrahmen des Sreekovil (heiligen Bereichs) und der Idole des Dwarapalaka, missbraucht wurden. Der Diebstahl soll 2019 unter dem Vorwand der Sanierung und Neugoldplattierung von Tempelstrukturen erfolgt sein.

Die Kontroverse geht auf eine Spende aus dem Jahr 1998 zurück, die der Industriellen Vijay Mallya leistete. Er spendete 30,3 Kilogramm Gold und 1.900 Kilogramm Kupfer für die Goldplattierung und Verkleidung des Sabarimala-Ayyappa-Tempels. Nachfolgende Inspektionen und gerichtlich überwachte Untersuchungen zeigten Diskrepanzen zwischen der gespendeten Menge an Gold und der Menge, die angeblich verwendet wurde.