Im Gazastreifen haben 70.000 registrierte Wähler am Samstag ihre Stimme abgegeben; Es ist die erste Kommunalwahl in 21 Jahren; Die Wahl fand in der Region Deir el-Balah statt. Dieser Teil des Gazastreifens wurde nicht vollständig zerstört. Die Wahl ist ein symbolisches Ereignis mit politischer Bedeutung.
Symbolische Bedeutung der Wahl
Die Wahl in Deir el-Balah wurde als Pilotwahler bezeichnet. Die Bedeutung ist politisch, nicht administrativ. Der Bereich wurde ausgewählt, da er relativ intakt geblieben ist. Der Rest des Gazastreifens wurde in den letzten zwei Jahren stark zerstört. Die Wahl fand ohne direkte Koordination mit Israel oder Hamas statt. Ziel ist es, die Verpflichtung zu lokaler Selbstverwaltung zu zeigen.
Die Zentrale Wahlkommission, mit Sitz in Ramallah, musste improvisieren. Die Registrierung der Wähler und logistische Arrangements wurden aufgrund des Krieges und Bewegungseinschränkungen improvisiert. Der Sprecher der Kommission, Fareed Taamallah, sagte, das Ziel sei, „Westbank und Gaza politisch als ein System zu verbinden.“
Politische Lage und Wählerenttäuschung
Etwa eine Million Wähler in der besetzten Westbank stimmten ebenfalls ab. Die Kommunalwahlen gelten als weitgehend symbolisch. In besetzten Gebieten unterliegen politische Entscheidungen in der Regel der Genehmigung Israels. Die Wahlen finden inmitten tiefer Enttäuschung und einer stark eingeschränkten politischen Landschaft statt. Die palästinensische Autonomiebehörde (PA) versucht, Reformen und Legitimität zu zeigen. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender Frustration über Korruption und politische Stagnation.
Die meisten Kandidatenlisten werden vom Fatah-Bewegung des Präsidenten Mahmoud Abbas oder von unabhängigen Kandidaten unterstützt. Hamas, die Teile des Gazastreifens kontrolliert und bei den Parlamentswahlen 2006 gewonnen hat, stellte keine Kandidaten für die Wahl in Deir el-Balah. Umfragen des Palästinenser-Zentrums für Politik und Meinungsforschung zeigen jedoch, dass Hamas in Gaza und der Westbank weiterhin die beliebteste Partei ist.
Trotz der Herausforderungen lag die Wahlbeteiligung in früheren Kommunalwahlen zwischen 50 und 60 Prozent, wie Kommissionsangaben zeigen. Die Beteiligung ist jedoch allmählich gesunken. Dies spiegelt die allgemeine Skepsis über die Auswirkungen der Kommunalwahlen wider. Seit 2006 gab es keine nationalen Wahlen.
Internationale Beobachtungen und zukünftige Herausforderungen
Ramiz Alakbarov, der stellvertretende Sonderkoordinator der Vereinten Nationen für den Friedensprozess im Nahen Osten, bezeichnete die Wahlen als „wichtige Gelegenheit für Palästina“. Sie diene dazu, demokratische Institutionen zu unterstreichen. Die symbolische Natur der Wahl zeigt jedoch die größeren Herausforderungen, denen sich die palästinensische Regierung unter israelischer Besatzung stellen muss.
Die Zentrale Wahlkommission stieß auf logistische Probleme. Sie konnte keine Materialien wie Stimmzettel, Wahlurnen oder Tinte in den Gazastreifen schicken. Die fehlende Koordination mit wichtigen regionalen Akteuren zeigt die Isolation des Gazastreifens. Es ist schwierig, Wahlen in einem Kriegsgebiet abzuhalten.
Obwohl die Wahlen einen Schritt zur Wiederherstellung der lokalen Selbstverwaltung darstellen, lösen sie nicht die größeren politischen und humanitären Krisen im Gazastreifen. Große Teile des Territoriums sind zerstört. Die Bevölkerung ist vertrieben. Die langfristige Wirksamkeit der lokalen Räte bei der Verbesserung des Alltags bleibt ungewiss.
Beim Abschluss der Wahl wird die palästinensische Autonomiebehörde und die Zentrale Wahlkommission wahrscheinlich weiteren Prüfungen unterzogen. Die Ergebnisse können als Test der Wählerbeteiligung inmitten von Krieg und politischer Zersplitterung dienen. Ihre größere Bedeutung bleibt abzuwarten.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts