Der erste vom britischen Regierung organisierte Charterflug zur Evakuierung britischer Bürger aus dem Nahen Osten wurde am Mittwoch abgesagt. Hunderte Reisende blieben dadurch zurück und erlebten erhebliche Verzweiflung, einige berichteten sogar von Panikattacken.

Flugabbahnung verursacht Chaos am Flughafen Muscat

Der Flug, der ursprünglich am Mittwoch um 23 Uhr Ortszeit (19 Uhr britische Zeit) ab Muscat starten sollte, war gedacht, um britische Bürger aus der Region zu evakuieren, nachdem die Spannungen zwischen Iran und der US-Israeli-Koalition gestiegen waren. Laut Sky News startete der Flug jedoch nie.

Laut einem anonymen Passagier, der ursprünglich auf dem Flug mitreisen sollte, dauerte der Check-in aufgrund technischer Probleme länger als vier Stunden. Nachdem die Passagiere per Bus zum Flugzeug gebracht wurden, mussten sie auf dem Flugzeug 90 Minuten warten, bevor ihnen mitgeteilt wurde, dass keine konsularischen Mitarbeiter an Bord sein würden. Der Passagier beschrieb die Situation als ‘totalen Mist’ und sagte, dass sich einige Passagiere unruhig verhielten und an den Flugzeugfenstern klopften.

„Es gibt Dutzende von anfälligen Menschen, junge Kinder und Familien“, sagte der Passagier und fügte hinzu, dass das Fehlen von Unterstützung durch britische Beamte die Angst verstärkte.

Verzögerungen und Stress für anfällige Reisende

Der Flug wurde für spätere Stunden am Donnerstag neu geplant, doch die Verzögerungen haben viele Reisende in eine stressige Situation gebracht. Der Passagier sagte, der Pilot müsse aufgrund der langen Arbeitszeiten ausruhen, was zur Verzögerung beitrug. „Wir wurden informiert, dass der Flug heute später starten wird, sobald der Pilot ausgeruht ist“, fügte er hinzu.

Dieser Vorfall hat Zweifel an der Vorbereitung der britischen Evakuierungsmaßnahmen geweckt, während der Nahen Osten-Krise weiterhin besteht. Premierminister Sir Keir Starmer bestätigte zuvor, dass mehr als 1000 britische Bürger seit Beginn des Konflikts über kommerzielle Flüge in die UK zurückgekehrt sind.

British Airways und andere Fluggesellschaften haben Flüge von Muscat, einem wichtigen Abflugort für Menschen, die die Region verlassen möchten, betrieben. Muscat ist über die Straße von Dubai und Abu Dhabi erreichbar, wobei die Reise etwa 500 Kilometer beträgt. Der kürzlich abgesagte Flug hat jedoch die Herausforderungen hervorgehoben, mit denen Reisende, die aus dem Gebiet abreisen möchten, konfrontiert sind.

Neuorganisation und Unsicherheit für Reisende

Diejenigen, die ursprünglich auf dem ersten Charterflug mitreisen sollten, wurden in ein nahegelegenes Hotel verlegt. Der Passagier, der Sky News sprach, drückte seine tiefe Sorge über den Stress aus, den die Situation verursacht hat. „Der Stress, den das für diese anfälligen Menschen verursacht hat, ist äußerst ernst“, sagte er.

Laut Sky News hat das Außenministerium noch keine Erklärung für den Flugabbahnung abgegeben. Der Vorfall hat Fragen zur Koordination und Planung der britischen Evakuierungsmaßnahmen in der Region aufgeworfen.

Die Krise hat auch die weitreichenden Auswirkungen des laufenden Konflikts im Nahen Osten unterstrichen. Seit die US-Israeli-Aktionen gegen Iran am Wochenende begonnen haben, hat sich der Luftverkehr allmählich wieder erholt, während tausende Ausländer versuchen, nach Hause zu kehren. Der Vorfall mit dem abgesagten Flug zeigt jedoch die Herausforderungen, mit denen sowohl Regierungen als auch Reisende in der Krise konfrontiert sind.

Da sich die Situation weiter entwickelt, bleibt die Neuorganisation des Flugs und das Risiko weiterer Störungen unter Beobachtung. Die britische Regierung steht unter wachsendem Druck, die sichere und zeitnahe Evakuierung ihrer Bürger sicherzustellen, während die regionalen Spannungen weiter bestehen.