Das Blue-Badge-System in Schottland erleichtert Behinderten Fahrern und Passagieren das Parken. Es gilt für Erkrankungen wie ALS, Demenz, Autismus oder Parkinson, die die Mobilität einschränken.

Die Marke erlaubt kostenloses Parken in Behindertenparkplätzen. Befreit sind auch Parkuhren, Gebührenzonen sowie einfache und doppelte gelbe Linien.

Elf Stellen bleiben rund um die Uhr verboten. Transport Scotland mahnt: Dort drohen Bußgelder oder Abschleppen. Nutzer sollen markierte Plätze den gelben Linien vorziehen.

Die Marke muss richtig angebracht sein. Auf dem Armaturenbrett mit Vorderseite nach oben, Foto unsichtbar durch die Scheibe. Markierungen zeigen die Ausrichtung. Falsche Anbringung macht Ausnahmen ungültig.

Erlaubte Plätze umfassen Parkuhren, Gebührenzonen und Behindertenbuchten. In den meisten kommunalen Parkhäusern gilt keine Zeitbegrenzung, außer in Mehrstöckern. Ausnahmen gelten auch in Bewohnerzonen und Shared Spaces.

Lokale Regeln können Einfachgelbe-Linien in Sperrzeiten auf 30 Minuten beschränken. Transport Scotland listet die Verbote klar auf. Blue-Badge-Inhaber dürfen nicht parken:

auf Autobahnen oder Auffahrten, auf Mittelstreifen von Mehrspurbahnen, in Busspuren, an Bushaltestellen oder Taxiständen, wo andere Fahrzeuge behindert werden, auf roten Routen, auf Radwegen, bei doppelten weißen Linien mit durchgehender Linie am nächsten, auf Fußgängerüberwegen, Überquerungsflächen oder Zickzacklinien, in Parkbuchten für Diplomatenfahrzeuge sowie bei reinen Veranstaltungsregelungen.

Die Regeln gelten für Fahrer und Beifahrer gleichermaßen, teilte Transport Scotland mit. Berechtigt sind Personen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen beim Gehen sowie Terminalkranke mit bestimmten Leistungen. Anträge stellen Kommunen, die individuell prüfen.

Die Behörde meldet zunehmenden Missbrauch. Letztes Jahr wurden 1200 Fahrzeuge abgeschleppt, meist wegen falscher Anbringung oder falschem Parken. Bußgelder starten bei 100 Pfund, bei Wiederholung höher.

Kommunen variieren Regeln in Parkhäusern und Gebührenzonen leicht. Nutzer prüfen Schilder. Das System läuft seit 1978 und versorgt über 100.000 Schotten.

Transport Scotland aktualisierte 2024 die Hinweise. Betont wird die Vorzug von Buchten bei städtischem Verkehrschaos. Details auf Kommunal- oder Behördenseiten.