Amerikaner in Puerto Vallarta und Umgebung in Jalisco und Nayarit wurden angewiesen, sich in ihren Unterkünften aufzuhalten, nachdem die US-Mission in Mexiko eine Anordnung zur Aufenthaltspflicht ausgesprochen hat, aufgrund anhaltender Gewalt durch Kartelle. Der Hinweis folgt auf den Tod von Nemesio ‘El Mencho’ Oseguera Cervantes, dem Chef der Jalisco New Generation Cartel, was zu Straßenblockaden, Brandschatzungen und Flugstörungen in der Region führte.
Puerto Vallarta, eines der beliebtesten Strandsäume Mexikos, steht nun unter erhöhter Sicherheitsbedenken. Die US-Konsulate in Guadalajara, Puerto Vallarta, Ciudad Guzmán, Tijuana, Chiapas und Michoacán haben ähnliche Warnungen ausgesprochen und bitten Amerikaner in diesen Gebieten, in ihren Unterkünften zu bleiben, bis die Blockaden beseitigt sind.
Das Außenministerium hat unterschiedliche Reisehinweise für verschiedene Bundesstaaten ausgesprochen. Jalisco ist auf Stufe 3 – ‘Reise überdenken’ – und mehrere andere Bundesstaaten auf Stufe 4 – ‘Reise nicht empfehlen’ – aufgrund des erhöhten Risikos von Gewalt und Instabilität. Der Hinweis betont besonders Gebiete wie Puerto Vallarta, Chapala, Guadalajara und die Region Nuevo Nayarit/Nuevo Vallarta in der Nähe von Puerto Vallarta, in denen Amerikaner sich in ihren Unterkünften aufhalten sollten.
Flüge aus Puerto Vallarta sind weiterhin gestört, da die Crew-Bereitschaft eingeschränkt ist, obwohl die meisten anderen mexikanischen Flughäfen normal betrieben werden. Das US-Außenministerium rät Reisenden, sich direkt bei den Fluggesellschaften über den aktuellen Flugstatus zu informieren und bei Stornierungen von Puerto Vallarta oder Guadalajara Alternativen in anderen mexikanischen Städten zu erwägen.
Gewalt durch Kartelle und militärische Reaktion
Die Gewalt folgt auf eine militärische Operation der mexikanischen Armee in Tapalpa, Jalisco, bei der Cervantes verletzt und später starb. Dieses Ereignis löste koordinierte Straßenblockaden und Brandschatzungen in mehreren Bundesstaaten aus, einschließlich Jalisco und Nayarit, als kriminelle Gruppen auf die Änderung der Führung in der Jalisco New Generation Cartel reagierten.
Das US-Außenministerium und die Konsulate in Mexiko veröffentlichten eine Sicherheitswarnung, in der sie sagten: ‘Aufgrund laufender Sicherheitsoperationen und verbundener Straßenblockaden und krimineller Aktivitäten werden US-Bürger in mehreren Orten Mexikos gebeten, sich in ihren Unterkünften aufzuhalten.’ Die Warnung bezieht sich auch auf Gebiete, in denen Mitarbeiter der US-Regierung ebenfalls Schutz suchen, einschließlich Guadalajara, Puerto Vallarta und Tijuana.
Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach über die Situation und betonte, dass es ‘absolute Koordination mit den Regierungen aller Bundesstaaten’ gebe, und bat die Bürger, sich über die Lage zu informieren und ruhig zu bleiben. Sie betonte, dass ‘in den meisten Teilen des nationalen Territoriums Aktivitäten mit voller Normalität ablaufen’, obwohl die aktuelle Krise in Jalisco und Umgebung ein ernstes Problem darstellt.
Was als Nächstes für Reisende und Behörden passiert
Die US-Mission in Mexiko hat erklärt, weiterhin aktualisierte Anweisungen zu geben, sobald die Blockaden beseitigt und die Sicherheitsoperationen sich entwickeln. Reisende werden gebeten, lokale Medien zu beobachten, Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen und ihre Angehörigen über die Situation zu informieren, bis die Lage stabilisiert ist.
Fluggesellschaften erwarten, ihre Flugpläne anzupassen, sobald die Crew-Bereitschaft besser wird und der Zugang zu Flughäfen normalisiert ist. Das US-Außenministerium hat Reisende angewiesen, ihren Flugstatus zu überprüfen und bei Bedarf Alternativen in anderen Städten zu erwägen.
Analysten vermuten, dass die Situation in den nächsten Wochen weiterhin instabil bleiben könnte, da kriminelle Gruppen in Jalisco und Umgebung um die Macht kämpfen, nachdem sich die Führung in der Jalisco New Generation Cartel geändert hat. Die laufenden Sicherheitsoperationen und Blockaden könnten die Reise- und wirtschaftliche Aktivitäten in der Region weiter stören.
Da das US-Außenministerium die Situation eng beobachtet, werden weitere Updates erwartet, sobald die Blockaden beseitigt und sich das Sicherheitsbild stabilisiert. Für den Moment liegt der Fokus darauf, die Sicherheit amerikanischer Bürger in den betroffenen Gebieten zu gewährleisten.
Comments
No comments yet
Be the first to share your thoughts