Ein australisches Gericht hat die Verleumdungsklage der Schauspielerin Bella MacInnes gegen Rebel Wilson abgewiesen; Richterin Elizabeth Raper stellte am Mittwoch fest, dass die Anschuldigung, MacInnes habe ihre Geschichte geändert, nicht als beleidigend gelte. Zudem ordnete die Richterin an. Dass MacInnes Wilsons Anwaltskosten tragen müsse, wie der BBC berichtet.
Badepanne an der Bondi Beach im Fokus
Der Streit drehte sich um einen Vorfall im September 2023, als MacInnes und Amanda Ghost, eine Produzentin von Wilsons Film, zum Schwimmen an den Bondi Beach gingen. Ghost hatte eine allergische Reaktion auf das kalte Wasser und kehrte in ihre Luxuswohnung zurück — MacInnes bereitete ein Bad für Ghost vor, und beide stiegen später in das Bad, jeweils in Badeanzügen, um sich aufzuwärmen. Laut Gerichtsunterlagen bezeichnete Richterin Raper die Umstände als „unüblich“, aber nicht beleidigend.
MacInnes behauptete vor Gericht, Wilson habe den Vorfall erfunden und dies mache sie unwohl. Wilson betonte jedoch, sie sage nur die Wahrheit und sei als „Wahrheitssagerin“ bekannt, wie Rolling Stone Australia meldete. Die Richterin stellte fest, dass der einzige im Prozess bewiesene Vorwurf darin bestand, dass MacInnes ihre Version nachträglich geändert habe, was aber keine Verleumdung darstelle.
Gerichtsverfahren und öffentliche Äußerungen
Während des dreiwöchigen Prozesses beschuldigte MacInnes’ Anwältin Sue Chrysanthou SC Wilson, eine „fantasievolle Lügnerin“ zu sein, die schwerwiegende Vorwürfe gegen mehrere Personen erdichtet habe. MacInnes argumentierte zudem, dass die Posts zu Online-Belästigung führten und ihre Karchanchen beeinträchtigten, wie Rolling Stone Australia berichtete. Wilson bestreitete, die Geschichte erfunden zu haben, und verteidigte ihre Aussagen als Fakten.
Nach der Entscheidung postete Wilson auf Instagram, dass sie der Richterin und dem australischen Rechtssystem für den „bedeutenden Sieg“ dankbar sei. Sie bezeichnete das Verfahren als Prüfung und sagte, es habe ihre Überzeugung gestärkt, für das Richtige einzustehen. Zudem bedankte sie sich bei ihren Unterstützern und drückte Erleichterung aus, dass dieser „Kapitel“ abgeschlossen sei, wie die BBC meldete.
Rechtlicher Hintergrund und öffentliche Reaktion
Der Fall ist einer von mehreren Rechtsstreitigkeiten um den Film „The Deb“, in dem es auch separate Vorwürfe und Gegenklagen zwischen Wilson und den Filmproduzenten gab. Wilson war bereits in mehreren hohen Verleumdungsstreitigkeiten in den USA verwickelt, wie Rolling Stone Australia berichtete. Der Fall unterstreicht die Komplexität des Verleumdungsrechts bei persönlichen Anschuldigungen im öffentlichen Leben.
Die BBC hat MacInnes um Stellungnahme gebeten. Bisher gab es keine Antwort. Die Entscheidung hat sowohl bei der Öffentlichkeit als auch in den Medien Aufmerksamkeit gewonnen. Der Begriff „Rebel Wilson freigesprochen Verleumdung“ war unter den Suchanfragen in den sozialen Medien zu finden.
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