Ein riesiges Hitzetief brennt große Teile der USA, insbesondere der Ostküste, laut dem National Weather Service. Über 165 Millionen Menschen müssen sich bis zum Unabhängigkeitstag auf „bedeutende“ oder „extreme“ Hitzegefahren einstellen. Washington, D.C. und andere Großstädte erleben rekordverdächtige Temperaturen — Die Hitzewelle könnte in der Mittelatlantikregion und dem Nordosten neue Rekorde brechen — In einigen Gebieten sind gefühlte Temperaturen von 110 Grad Fahrenheit oder mehr zu erwarten.
Hitzegefahr breitet sich über die östliche Hälfte der USA aus
Mehr als 180 Millionen Menschen in der östlichen Hälfte der USA sind laut dem National Weather Service in Gefahr, mit einer Hitzegefahr auf Stufe 3 von 4 („bedeutend“) oder Stufe 4 von 4 („extrem“). Dazu zählen Washington, D.C., New York, Philadelphia und Boston. Viele Regionen erwarten Hitzestresswerte über 100 Grad Fahrenheit. Tiefsttemperaturen bleiben bei über 28 Grad Celsius, was kaum Erleichterung bietet.
Über 300 Rekorde für warme Nachttiefsttemperaturen könnten laut CNN am Wochenende gebrochen werden. Die Hitzekuppel erreicht ihren Höhepunkt am Freitag und bringt drückende Hitze und Feuchtigkeit entlang der Interstate 95. Laut dem National Weather Service steigen die Notfallstationen für hitzebedingte Erkrankungen an Tagen mit „bedeutender“ oder „extremer“ Hitzegefahr.
Uneinheitlicher Zugang zu Kühlmöglichkeiten verschärft Risiken
Im betroffenen Gebiet sind laut der Zeitung „DIE ZEIT“ über 100 Millionen Menschen in Gefahr. Der Nationale Wetterdienst warnte vor „außergewöhnlich starker Hitze“ mit fast keiner Nachtzeitkühlung. Dies betrifft besonders Menschen ohne Klimaanlage und solche, die nicht genug Wasser trinken können. Laut US-Bundesstatistik verfügen zwar neun von zehn Haushalten im Durchschnitt über Klimaanlage, doch der Zugang ist ungleich verteilt, vor allem in ärmeren Gemeinschaften.
In New York City wurde am Samstag erstmals seit 2012 eine Temperatur von 100 Grad Fahrenheit in Central Park gemessen. Die Stadt hat Bibliotheken und andere öffentliche Gebäude als Kühlschutzstellen ausgewiesen und die Öffnungszeiten der öffentlichen Schwimmbäder verlängert. Freiwillige Helfer besuchen zudem gefährdete Bürger. Ähnliche Maßnahmen werden in anderen Städten ergriffen.
Hitzewellen töten mehr als Stürme
Laut Wetterdienststatistiken ist Hitze die tödlichste Wetterform in den USA. Jährlich sterben mehr Menschen an Hitze, als an Tornados, Hurrikanen und Blitzen zusammen. Der Nationale Wetterdienst hat in dieser Woche zahlreiche Warnungen vor extremer Hitze für die östliche Hälfte des Landes herausgegeben. Eine solche Warnung bedeutet, dass gefährliche Hitze bereits eintritt oder unmittelbar bevorsteht.
Die Hitzewelle ist Teil einer globalen Entwicklung: immer intensiverer und häufiger werdende Hitzewellen, verursacht durch menschliches Klimawandelverhalten. Kürzere Beispiele sind die Rekordhitze in Europa in der vergangenen Woche und in der westlichen Hälfte der USA im März. Das aktuelle Ereignis zeigt die wachsenden Risiken extremer Wetterereignisse, die durch Klimawandel verursacht werden, in den USA auf.
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