Die omanische Behörde für Wirtschafts- und Freihandelszonen (OPAZ) erhielt unter einem neuen regulatorischen Rahmen erweiterte Befugnisse, um Investitionen und Wirtschaftsdiversifizierung zu fördern. Der Rahmen wurde unter dem königlichen Erlass Nr. 39/2026 verabschiedet, was einen bedeutenden Wechsel in der Regierung der Wirtschaftszone des Landes markiert.

Erweiterte Aufsicht und regulatorische Befugnisse

Qais bin Mohammed al Yousef, Vorsitzender der OPAZ, betonte, dass das neue System der Behörde erweiterte Befugnisse verleiht, die das Gesetz über Wirtschafts- und Freihandelszonen und die zugehörigen Gesetze ergänzen. Er beschrieb den aktualisierten Rahmen als entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Geschäftslandschaft und zur Stärkung der Regierungsgestaltung in den Wirtschafts- und Freihandelszonen des Landes.

Al Yousef erklärte, dass der aktualisierte Rahmen die Verpflichtung der OPAZ widerspiegelt, ein Investitionsklima zu schaffen, das durch Klarheit, Flexibilität und langfristige Stabilität definiert ist, im Einklang mit den nationalen wirtschaftlichen Zielen. Die Behörde strebt an, Verfahren zu vereinfachen und die institutionelle Effizienz in den unter ihrer Aufsicht stehenden Zonen zu stärken.

Der erweiterte Auftrag soll die Rolle der OPAZ bei der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, der Entwicklung industrieller Cluster und der Anziehung qualitativ hochwertiger Investitionen stärken. Dieser Ansatz unterstützt breitere staatliche Bemühungen, die wirtschaftliche Diversifizierung voranzutreiben und den lokalen Mehrwert zu maximieren.

Infrastrukturentwicklung und Investitionszuwachs

Das neue System erweitert auch die Aufsichts- und Kontrollfunktionen der OPAZ, wodurch eine engere regulatorische Ausrichtung in allen bestehenden und zukünftigen Wirtschafts- und Freihandelszonen sowie Industriezentren ermöglicht wird. Laufende Entwicklungsinitiativen umfassen die geplante Wirtschaftszone in der Gouvernance Al Dhahirah, die Wirtschaftszone in Al Rawdah und die Freihandelszone am Flughafen Muscat, sowie vier neue Industriezentren in den Wilayaten Al Mudhaibi, Al Suwaiq, Thamrait und Madha.

Diese Projekte sollen eine breite Palette industrieller Aktivitäten abdecken und die inländische Industriebasis stärken. Al Yousef erklärte, dass die umfassenderen Befugnisse es der Behörde ermöglichen werden, ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen über eine einheitliche Plattform anzubieten.

Die Dienstleistungen umfassen die Registrierung von Projekten, die Ausstellung von Genehmigungen und Lizenzierungen, die Genehmigungen und Zertifikate, die für wirtschaftliche Aktivitäten erforderlich sind, sowie die Regelung der kommunalen Dienstleistungen innerhalb der Zonen. Der Rahmen sieht auch eine Koordination mit dem Ministerium für Arbeit bei Arbeitsgenehmigungen für ausländische Mitarbeiter und Omanisationssätzen und mit der Royal Oman Police bei Zollverwaltung und Import-Export-Verfahren vor.

Das Ziel ist es, Prozesse zu optimieren, die Leistungseffizienz zu erhöhen und den Investoren-Erlebnis deutlich zu verbessern. Die OPAZ überwacht derzeit 23 Wirtschafts- und Freihandelszonen sowie Industriezentren. Neue Investitionen in diesen Zonen überschritten 2025 die 1,4 Milliarden Omani Rial, wodurch der Gesamtbetrag der verpflichteten Investitionen auf 22,4 Milliarden Omani Rial stieg, was einem Wachstum von 6,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Zukünftige Auswirkungen und wirtschaftliche Aussichten

Analysten vermuten, dass der neue regulatorische Rahmen Oman als attraktiveren Zielort für ausländische und inländische Investoren positionieren könnte. Durch die Zentralisierung regulatorischer Funktionen und die Verbesserung der Dienstleistungsqualität wird die OPAZ voraussichtlich bürokratische Hürden verringern und die operative Transparenz erhöhen.

Laut Al Yousef enthält der Rahmen auch Bestimmungen für langfristige Planung und Entwicklung der Zonen. Er erklärte, dass die Behörde eng mit lokalen und internationalen Stakeholdern zusammenarbeiten wird, um sicherzustellen, dass die Zonen wettbewerbsfähig bleiben und mit globalen wirtschaftlichen Trends übereinstimmen.

Mit der laufenden Entwicklung neuer Zonen und der Erweiterung bestehender Zonen ist Oman gut positioniert, seine strategische Lage und natürlichen Ressourcen zu nutzen, um wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Die Regierung hat ein Ziel gesetzt, den Anteil des Privatsektors am nationalen BIP bis 2030 auf 50 Prozent zu erhöhen, und der neue Rahmen wird voraussichtlich eine entscheidende Rolle bei der Erreichung dieses Ziels spielen.

Bei der Umsetzung des neuen Rahmens wird die OPAZ die Auswirkungen auf lokale Unternehmen überwachen und sicherstellen, dass der Übergang reibungslos und förderlich für alle Stakeholder verläuft. Die Behörde hat auch angekündigt, regelmäßig Bewertungen durchzuführen, um die Wirksamkeit des neuen Systems zu prüfen und notwendige Anpassungen vorzunehmen.