Syrien und mehrere arabische Länder verurteilten israelische Luftangriffe auf die Militärbasis Abu al-Duhur in der Provinz Idlib am Dienstag als Verstoß gegen internationales Recht und Souveränität. Das türkische Auswärtige Amt erklärte, die Angriffe gehörten zu Israels „fahrlässigen Angriffen auf Syriens Infrastruktur und Fähigkeiten“ und forderte die internationale Gemeinschaft auf, eine entschlossenere Haltung einzunehmen, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Saudi-Arabien, Kuwait und Ägypten stimmten der Kritik zu, wobei Kuwait warnte, dass solche Handlungen die regionale Sicherheit und Stabilität gefährden könnten.

Regionale Kritik und Forderungen nach Handeln

Türkei, Saudi-Arabien, Kuwait, Ägypten und der Golfkooperationsrat (GCC) veröffentlichten alle Erklärungen, in denen sie die israelischen Luftangriffe verurteilten. Saudi-Arabien bezeichnete den Angriff als „offenen Verstoß gegen internationales Recht und Syriens Souveränität“ und betonte erneut seine Solidarität mit Syrien sowie seine Unterstützung für Maßnahmen, die die Sicherheit und Einheit des Landes gewährleisten. Ägypten unterstützte diese Haltung, wobei es warnte, dass Israels wiederholte Verstöße den Frieden in der Region gefährden und Bemühungen zur Stabilisierung Syriens untergraben könnten.

Kuwait bezeichnete die Angriffe als „gefährliche Eskalation“ und forderte die internationale Gemeinschaft und den UN-Sicherheitsrat auf, ihre Verantwortung zu übernehmen, um wiederholt israelische Angriffe zu stoppen und den Respekt vor der Charta der Vereinten Nationen sicherzustellen. Das türkische Auswärtige Amt betonte, dass die Angriffe internationales Recht und Syriens territoriale Integrität verletzten, und forderte zur Rechenschaft zu ziehen und stärkere internationale Maßnahmen, um die Angriffe zu beenden.

US-Reaktion und strategischer Hintergrund

Die USA äußerten Bedenken hinsichtlich der israelischen Luftangriffe, wobei das Weiße Haus sie als „unnötige Eskalation der Spannungen“ bezeichnete. Laut Axios hatte Israel den USA vorab von den Angriffen informiert und erklärte, das Ziel sei, einen militärischen Aufbau der Türkei an der Flughafeneinrichtung zu verhindern. Das Amt des israelischen Premierministers behauptete, Syrien habe versucht, „die vereinbarte Sicherheitslage zu verletzen“, indem es türkischen Truppen erlaubte, sich an dem Standort zu stationieren.

Der Flughafen Abu al-Duhur war seit 2012 außer Betrieb, und derzeit sind syrische Streitkräfte dort stationiert. Der in Großbritannien ansässige syrische Beobachtungsdienst für Menschenrechte berichtete, dass die Türkei, ein Schlüsselverbündeter der syrischen Regierung, derzeit die Basis wieder aufbaue, wobei vor Kurzem eine türkische Delegation den Standort besucht habe.

Völkerrecht und diplomatische Folgen

Die syrische Regierung betonte über staatliche Medien, dass die Angriffe einen offenen Verstoß gegen ihre Souveränität und territoriale Integrität darstellten, und forderte den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um ihre nationalen Interessen zu schützen. Der Angriff löste neue diplomatische Spannungen aus und stellte Fragen zur Einhaltung internationaler Normen in den Vordergrund; das türkische Auswärtige Amt forderte, dass die internationale Gemeinschaft „entschlossene Maßnahmen“ ergreife, um die wiederholten israelischen Angriffe zu stoppen.

Regionale Verbündete wie Saudi-Arabien und Ägypten haben sich wiederholt für Syriens Souveränität ausgesprochen und fordern internationale Bemühungen, um die Sicherheit und Stabilität des Landes zu gewährleisten. Die US-Reaktion, die nicht explizit den Angriff verurteilte, betonte Sorgen um eskalierende Spannungen und das Risiko weiterer Destabilisierung in der Region.