Tim Curry, der britische Schauspieler, der die exzentrische Figur Nigel Thornberry in der animierten Serie ‘The Wild Thornberrys’ lebendig brachte, starb am 25. August in seinem Zuhause in Los Angeles, wie Deadline und Animation Magazine berichteten. Er war 80 Jahre alt. Die genaue Todesursache wurde nicht offiziell bekannt gegeben. Curry hatte jedoch seit einem schweren Schlaganfall im Jahr 2012 mit ernsten gesundheitlichen Komplikationen zu kämpfen, wie Cartoon Brew meldete. Der Schlaganfall hatte eine Gehirnoperation erforderlich gemacht und ließ ihn im Rollstuhl sitzen.

Stimmbühnenkarriere

Currys Stimmbühnenarbeit war ein prägendes Element seiner vier Jahrzehnte langen Karriere. Laut Cartoon Brew sprach er über 150 Rollen in Animation, Videospiele und anderen Synchronprojekten. In den 1990er- und frühen 2000er-Jahren wurde er durch die Darstellung von Nigel Thornberry bekannt, einem leidenschaftlichen und exzentrischen Naturdokumentarfilmer, der die Vorstellungskraft der Zuschauer von Nickelodeon von 1998 bis 2004 begeisterte. Er sprach zudem die Rolle in ‘The Wild Thornberrys Movie’ (2002), ‘Rugrats Go Wild’ (2003) und anderen Projekten.

Currys theatralische Darstellung machte Nigel Thornberry unvergesslich. Seine Figur war gekennzeichnet durch verknotete Vokale, begeisterte Ausrufe und häufige Rufe von „Smashing!“. Jahre später ist die Figur zu einem viralen Meme auf Social Media geworden, wie Cartoon Brew feststellte. Die Rolle war für Curry besonders ironisch, da er sie mit seinem ursprünglichen britischen Akzent sprach, obwohl er die Synchronarbeit zunächst dazu nutzen wollte, einen amerikanischen Akzent zu üben, wie er in einem Interview aus dem Jahr 1992 erklärte.

Reaktionen von Kollegen und Fans

Lacey Chabert, die die Stimme von Eliza, Nigels Tochter, sprach, teilte auf Instagram: „Ich werde die wunderbaren Erinnerungen an die Arbeit mit Tim an ‘The Wild Thornberrys’ immer schätzen. Er war immer unglaublich nett zu mir und ermutigend. Er wird sehr vermisst werden.“

Danielle Harris, die die mürrische ältere Schwester Debbie sprach, schrieb: „Wie glücklich ich mich fühlte, sieben Jahre lang mit ihm auf der Bühne zu stehen. Ich sprach mit Tim länger als mit jedem anderen Schauspieler und mein Gesicht tat buchstäblich weh vor Lachen, als ich das Synchronstudio verließ. Tims unverwechselbares Humor und seine freche Schlagfertigkeit waren einzigartig, und ich verehrte ihn einfach. Er wird vermisst werden.“

Flea von den Red Hot Chili Peppers, der den Dschungeljungen Donnie sprach, schrieb: „Ich war ein Kind, das in Mutters Make-up und Lame-Rock-Kleidern steckte und Rocky Horror im Tiffany-Kino auf Sunset sah. Ich liebte Tim Curry. Wir arbeiteten später einige Jahre an ‘The Wild Thornberrys’ zusammen, und ich freute mich darauf, mit ihm Zeit zu verbringen und zu spaßen, mit seiner aufrichtigen und humorvollen Stimme. Er war freundlich, klug und unglaublich witzig. Gott segne ihn; schöne und kosmische Reisen für dich, Tim.“

Posthumer Immobilienverkauf

Stunden nach seinem Tod meldete sich ein potenzieller Käufer für Currys ehemaliges Zuhause in Los Feliz an, wie Promiflash berichtete. Das Haus, das er 1993 für 650.000 Dollar kaufte und 2001 für 2,6 Millionen Dollar verkaufte, ist nun für 7,5 Millionen Dollar gelistet. Das historische Gebäude, das 1922 gebaut wurde, bietet vier Schlafzimmer, drei Badezimmer und einen halben Badezimmer, sowie europäisch inspirierte Einrichtung und originale architektonische Elemente wie handbemalte Wände, Kupferakzente und farbige Glasfenster.

Tim Currys Erbe in der Animation und im Live-Action-Kino bleibt tiefgreifend. Seine Arbeit in ‘The Rocky Horror Picture Show’ (1975), ‘Legend’ (1985) und als Pennywise in ‘It’ (1990) machte ihn zur festen Größe der Popkultur. In der Animation sprach er zahlreiche geliebte Charaktere, darunter Mr. Curry in ‘Paddington Bear’, MAL in ‘Captain Planet and the Planeteers’ und Auntie Whispers in ‘Over the Garden Wall’, wie Animation Magazine (deutsche und spanische Ausgaben) berichteten.