US-Präsident Donald Trump teilte mit. Dass Abu Bakr al-Minuki. Ein führender IS-Terrorist, in einer gemeinsamen Operation mit nigerianischen Streitkräften getötet wurde. Trump bezeichnete al-Minuki als ‘Zweit ranghöchsten im globalen IS-Kommando’ und sagte, der Terrorist habe geglaubt, er könne sich in Afrika verstecken. ‘Doch er wusste nicht, dass wir Informanten hatten, die uns über seine Aktivitäten informiert haben’, fügte er hinzu. Laut BBC und NPR fand die Operation im Lake Chad Basin statt, eine Region, die Nigeria, Chad, Niger und Kamerun teilen.

Al-Minukis Rolle und Hintergrund

Al-Minuki wurde 2023 von den USA als ‘besonders ausgewiesener globaler Terrorist’ bezeichnet und war laut nigerianischen Behörden und der BBC ein führender IS-Strateg in der Sahelzone und Westafrika. Er war ‘Chef der Generaldirektion der Staaten’ und damit in den höchsten Rängen der globalen IS-Hierarchie; Vor seiner Ernennung zum IS 2015 war er ein ranghoher Befehlshaber in der Boko Haram-Miliz, die 2009 in Nordnigeria begann. Boko Haram erklärte sich 2015 nach einer Audioerklärung des damaligen Führers Abubakar Shekau der IS-Organisation unterworfen.

Details der Operation und Reaktionen

Die Operation im Lake Chad Basin bestätigte nigerianischer Präsident Bola Tinubu. Er teilte mit, dass al-Minuki zusammen mit ‘mehreren seiner Untergebenen’ getötet wurde. Die nigerianischen Streitkräfte meldeten ‘keine Verluste oder Sachschäden’ bei der Aktion, die kurz nach Mitternacht am Samstag stattfand. Laut BBC folgte die Operation auf Monate der Aufklärungsarbeit. US-Truppen sind seit Dezember in Nigeria stationiert, um die nigerianischen Streitkräfte im Kampf gegen IS und al-Qaida-verbundene Gruppen zu trainieren und zu unterstützen, berichtete The Guardian.

Trumps Behauptung, al-Minuki sei ‘Zweit ranghöchster’ gewesen, stößt bei Analysten auf Skepsis. Sie weisen darauf hin, dass al-Minuki nur ein Stellvertreter von Abu Musab al-Barnawi war, dem damaligen Führer der IS-Abteilung Westafrika, der angeblich 2021 starb, wie NPR berichtete. Al-Minuki war hauptsächlich für die Organisation und Finanzierung von IS-Aktivitäten in der Region verantwortlich. Zudem war er angeblich in Libyen aktiv, als die IS-Organisation dort vor mehr als zehn Jahren tätig war.

Kontext und internationale Reaktionen

Die nigerianische Regierung weist wiederholt Vorwürfe von religiöser Diskriminierung zurück. Sie betont, dass ihre Sicherheitskräfte bewaffnete Gruppen bekämpfen, die sowohl Christen als auch Muslime angreifen. Kardinal Wilfred Chikpa Anagbe, ein katholischer Bischof in Nigeria, hat sich über die anhaltende Gewalt gegen Christen in dem Land beklagt. Er sagte, die Verfolgung habe sich seit mehr als 15 Jahren andauern und sich verschärfen. Trump kritisierte Nigeria bereits zuvor dafür, Christen nicht ausreichend zu schützen, was die nigerianische Regierung zurückwies. Die US-Operation in Nigeria markiert jedoch einen bedeutenden Schritt im internationalen Kampf gegen islamistische Milizen in Westafrika.

Laut der Frankfurter Rundschau führten die USA bereits vorher Angriffe auf vermutete militante Komplexen in Nigeria durch, darunter eine Aktion kurz vor Weihnachten. Diese Schritte passen zu Trumps umfassender Außenpolitik, die Angriffe auf iranische Atominstallagen und eine Kampagne im Karibikraum gegen Drogenhandel umfasste. Laut nigerianischen Behörden ist die Rolle der US-Armee in Nigeria auf Ausbildung und Aufklärungsunterstützung beschränkt, ohne dass Kampftruppen beteiligt sind.