Präsident Donald Trump hat den Druck auf den Kongress erhöht und erklärt, keine Gesetzesinitiativen zu unterstützen, solange der Senate den SAVE America Act nicht verabschiedet. Der Gesetzentwurf, der zur Identitätsprüfung bei Wahlen verpflichtet, sei laut Trump eine seiner wichtigsten Prioritäten. In einer Post auf Truth Social betonte Trump, dass das Gesetz unverzüglich verabschiedet werden müsse und Vorrang vor allen anderen Gesetzen habe.
Blockade im Gesetzgebungsprozess
Trump’s Erklärung kommt, während der SAVE America Act, der zur Nachweisung der Staatsbürgerschaft und eines Fotos zur Stimmabgabe verpflichtet, eine große Hürde im Senat darstellt. Der House verabschiedete den Gesetzentwurf letzte Woche, doch es fehlt die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen, um den filibuster zu überwinden. Die Republikaner haben eine Mehrheit von 53 zu 47 im Senat, doch die demokratische Opposition hat den Entwurf im limbo gelassen.
Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune (R-S.D.), hat sich geweigert, den filibuster zu lockern oder zu schwächen, obwohl einige Republikaner argumentieren, dass die Regel die Verabschiedung des Gesetzes verhindert. Trump hat für eine stärkere Version des Gesetzes plädiert und betont spezifische Bestimmungen, wie Einschränkungen für Briefwähler und transgender Athleten in Frauen-Sportarten.
Politische Folgen und Blockadegefahr
Der Vorsitzende der Minderheitsfraktion im Senat, Chuck Schumer (D-N.Y.), warnte, dass Trumps Drohung, Gesetze zu blockieren, die demokratische Haltung zum Gesetz nicht verändern werde. „Wenn Trump sagt, er werde keine Gesetze unterzeichnen, solange der SAVE Act nicht verabschiedet ist, dann ist das so: Es wird eine totale Blockade im Senat geben“, sagte Schumer auf X. „Die Demokraten im Senat werden das SAVE Act unter keinen Umständen verabschieden.“
Analysten warnen, dass Trumps Schritt zu einer langfristigen Blockade im Senat führen könnte, da es die Abgeordneten zwingen würde, entweder das Gesetz zu verabschieden oder mit einer potenziellen Gesetzesblockade konfrontiert zu werden. Das Gesetz wurde bereits von Bürgerrechtsgruppen und Wählerecht-Verfechtern kritisiert, die argumentieren, dass es die Minderheiten und älteren Wähler ungleich stärker beeinflussen würde.
Der SAVE America Act wird von einer Reihe rechtsgerichteter Kommentatoren und konservativen Abgeordneten unterstützt, die argumentieren, dass das Gesetz notwendig sei, um Wählerbetrug zu verhindern. Gegenläufige Studien zeigen jedoch, dass Wählerbetrug extrem selten ist, mit einem Bericht, der die Häufigkeit auf weniger als 0,00003 Prozent aller abgegebenen Stimmen schätzt.
Was kommt als nächstes für das Gesetz?
Angesichts der Blockade im Senat und der fehlenden klaren Lösung bleibt die Zukunft des SAVE America Act ungewiss. Einige Republikaner haben eine Verfahrensänderung gefordert, um den filibuster zu umgehen, doch Thune hat bisher solch einen Schritt nicht unterstützt. Trumps Beharren auf der Verabschiedung des Gesetzes könnte das Thema in den Vordergrund der legislativen Agenda rücken und möglicherweise zu einem Streit über die filibuster-Regel selbst führen.
Der Präsident hat seine Forderung nach einer umfassenden Version des Gesetzes erneut betont, einschließlich Bestimmungen zu Briefwähler und transgender Teilnahme an Jugend-Sportarten. „GEHT FÜR DEN GOLD: MÜSSEN WÄHLER ID & BEWEIS DER STAATSBÜRGERSCHEIN: KEINE BRIEFWÄHLER AUSNACH, AUSSER FÜR MILITÄR – KRANKHEIT, BEHINDERUNG, REISE: KEINE MÄNNECHEN IN FRAUENSPORT: KEINE TRANSSEXUELLE VERÄNDERUNG FÜR KINDER! NICHT VERFEHLEN!!!“ schrieb Trump in seinem sozialen Medien-Post.
Mit den bevorstehenden Wahlen 2026 sind die politischen Konsequenzen hoch. Falls das Gesetz nicht verabschiedet wird, könnte das langfristig Auswirkungen auf das Machtgleichgewicht im Kongress und die Zukunft von Trumps legislativem Programm haben. Der Senat ist für Anfang April eingeplant, wo das Thema erneut behandelt werden soll.
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