Davis, 63, steht wegen des Mordes an Shakur vor Gericht, but Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, obwohl er nicht der Schütze war, den Mord geplant zu haben. Davis leugnet die Vorwürfe und ist nicht schuldig.
Zeugin erinnert sich an Schussnacht
In seiner Eröffnungserklärung stellte die Anklage Davis als Anführer der Schussmannschaft dar. Als Beweis führten sie ein Memoir an, das Davis mitverfasste und in dem er die Schussnacht detailliert beschreibt. ‘Lasst uns klar sein: Duane Davis hat nicht abgedrückt. Aber er hat den Schuss als Rache an der Schlägerei mit seinem Neffen geplant’, sagte Staatsanwalt Binu Palal. ‘Bemerkenswerterweise werdet ihr das von Duane Davis selbst erfahren.’
Davis’ Anwälte bezeichneten die Vorwürfe als ‘Fiktion’; Sie kritisierten den Fall als Produkt einer fehlerhaften, mehr als drei Jahrzehnte andauernden Ermittlung, and Davis distanzierte sich vom Memoir und betonte, er habe nicht alles selbst geschrieben, und dass Teile fiktioniert seien, um mehr Exemplare zu verkaufen.
Polizeikooperation und Gang-Rivalitäten
Der erste Zeuge der Anklage war Garry Dale, der im September 1996 bei der Polizei in Las Vegas beschäftigt war. Er schilderte, wie er mit Shakur im Krankenwagen fuhr. Der Rapper weigerte sich, Informationen über die Schießerei oder den Täter zu geben. ‘Wir kümmern uns darum’, sagte Shakur laut Dales Aussage.
Im Mittelpunkt des Falls stehen die Rivalitäten zwischen Ost- und Westküsten-Rap und den Gangs Bloods und Crips, die sich in den 90er Jahren in Rap-Songs und Berichten widerspiegelten. Die Polizei betonte, dass das Fehlen von Kooperationen die Ermittlungen blockiert habe. Angehörige Shakurs kritisierten jedoch, dass sie zunächst verdächtigt wurden und wichtige Hinweise ignoriert wurden.
Memorabilia als Beweismittel und Verteidigungsstrategie
Die Staatsanwaltschaft erklärte den Geschworenen, dass es keine offiziellen Straftaten gab, weil in der Welt von Waffen und Gangs ‘Stille Überleben bedeutete’. ‘Eine Person’ habe es jedoch schwer gehabt, still zu bleiben, so die Anklage. Davis gab zwischen 1998 und 2003 eine ‘Anzahl’ von Aussagen ab, hieß es.
Die Anklage wirft Davis vor, den Schuss geplant zu haben, nachdem sein Neffe Orlando Anderson Stunden zuvor in Las Vegas mit Shakur in eine Schlägerei verwickelt worden war. Davis habe den Angriff auf seinen Neffen nicht ‘unbeantwortet’ lassen können. Shakur war erst 25 Jahre alt, als er am 7. September 1996 nach einem Boxkampf von Mike Tyson erschossen wurde. Er starb sechs Tage später.
Der Mordfall war bis zu Davis’ eigenen öffentlichen Aussagen, die er 2019 in einem Memoir veröffentlichte, weitgehend kalt. Die Staatsanwaltschaft behauptet, Davis, ehemaliger Anführer der South Side Compton Crips, sei der ‘ortsansässige Befehlshaber’, der Shakurs Tod ‘befahl’. In diesem Buch und in Interviews gab Davis an, er sei nur ein Passagier im Fahrzeug gewesen, das in Shakurs Auto geschossen hatte.
Seine Anwälte argumentierten, das Buch sei fiktioniert und nicht als Beweismittel in einem Strafverfahren tauglich. Ein Richter entschied jedoch, dass es in Gerichtssaal verwendet werden könne. Die Verteidigung wies auf fehlende Polizeiberichte, angefochtene Beweise und ‘voreingenommene, ungenaue und unvollständige’ Ermittlungen hin. Sie kritisierten, dass die Staatsanwaltschaft auf ‘unzuverlässige Personen mit Strafverfolgungshintergrund, finanziellen Motiven und widersprüchlichen Aussagen’ vertraue.
Die Verteidigung argumentierte auch, dass Zeugen ihre Aussagen im Laufe der Zeit änderten und von Geld, Medienaufmerksamkeit oder Informationen von Ermittlern beeinflusst wurden. Die Eröffnungserklärungen begannen am Montag nach einer Woche Juryauswahl. In den nächsten Wochen sind Zeugen, Experten, Ermittler und möglicherweise sogar Prominentenzeugen vorgeladen, um über die Ereignisse jener Nacht auszusagen.
Die Staatsanwaltschaft wirft Davis vor, eine Waffe beschafft und zwei Fahrzeuge organisiert zu haben, um zu einem Las Vegas-Club zu fahren. Eines davon sei ein weißer Cadillac, der drei weitere Männer einschließlich seines Neffen Anderson transportierte. Palal sagte den Geschworenen, dass die Männer beschlossen hätten, ‘ein bisschen Alkohol zu trinken und zum Vegas Strip zurückzukehren, um zu feiern’, so die Anklage. Auf dem Weg sahen sie jedoch eine Kette von Autos und entdeckten Shakur und Death Row Records-Gründungspartner Marion ‘Suge’ Knight in einem davon.
Ingrid Stokes, die an der Schießerei beteiligt war, berichtete, dass sie und ihre Freunde an diesem Abend durch Las Vegas fuhren, bis sie Knight und Shakur trafen. Ihre Freundin kannte Knight, und er schlug vor, sie sollten sie zu einem Club folgen, sagte Stokes. Sie fuhren durch Vegas, doch ‘ein Auto fuhr hinter uns her und versuchte, vor uns zu kommen’, schilderte Stokes. An einem Punkt hielten sie an einer Ampel an und wechselten die Fahrer, aus Angst vor dem anderen Fahrzeug. ‘Wir beugten uns vor, um die Gurte abzunehmen, als wir die Schüsse hörten. Da brach die Hölle aus.’
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