Im Sommer 2025 wird für viele Briten der Urlaub anders aussehen — Der Krieg in Iran und die steigenden Flug- und Pauschalreisekosten zu europäischen Zielen sorgen für eine Neuausrichtung. Stattdessen bleiben viele im eigenen Land.

Steigende Nachfrage im Inland

Ministerpräsident Sir Keir Starmer räumte letzte Woche ein: „Menschen könnten in diesem Jahr anders reisen.“ Aufgrund von Reiseeinschränkungen und wirtschaftlichem Druck verlagern sich Urlaubsgewohnheiten, Obwohl die Regierung keine Flugstreichungen empfiehlt, entscheiden sich viele Briten für Inlandsreisen.

Booking.com und Airbnb berichten von einem Anstieg der Inlandbuchungen; Suchanfragen für Halbzeitferien im Mai auf Booking.com stiegen um 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum; Airbnb verzeichnete einen Anstieg um 15 % bei Suchanfragen für britische Unterkünfte während der Mai-Feiertage.

Versteckte Perlen und Urlaubsangebote

Die Reise- und Lebensstil-Content-Erstellerin Eboni Dixon teilt ihre Erfahrungen mit Inlandsurlauben. Die 34-Jährige betont, dass viele britische Strände mit internationalen Konkurrenten mithalten können. Besonders die Isle of Wight gefällt ihr: „Unreal“, beschreibt sie die Insel mit Wiesen, die an Kroatien erinnern.

Weitere Favoriten von Eboni sind Alton in Hampshire, Hastings und Folkestone in Kent. Sie betont, dass ein Urlaub nicht immer ins Ausland führen muss, um Spaß zu machen. Innerhalb des Landes gibt es viele interessante Aktivitäten.

David Land und seine Ehefrau Barbara, die ursprünglich eine Reise nach Malediven planten, entschieden sich stattdessen für einen Inlandsurlaub in Northumberland. Aufgrund der britischen Regierungsempfehlung, Reisen in den UAE nur für dringende Fälle zu empfehlen, buchten sie stattdessen einen Trip nach Northumberland im Juni. David beschreibt die Region als „idyllisch“ und betont, dass die Temperaturen zwar nicht an die Malediven heranreichen, aber der Urlaub eine andere Art der Erholung bietet, mit Geschichte, Spaziergängen und lokalen Einrichtungen.

Inlandsurlaub und lokale Erkundung

Lizzy Stroud und ihr Mann betreiben selbstverpflegende Unterkünfte aus umgebauten Zugwaggons in Cornwall. Lizzy glaubt, dass das Vereinigte Königreich viel zu bieten hat, und ermutigt die Menschen, ihre Umgebung zu erkunden. Ihr Teil von Cornwall sei weitab vom Touristenstrom, mit wunderschönen Stränden und unberührten Landschaften.

Die Nagel- und Fußpflege-Technikerin Lexie McGaughey probierte kürzlich Glamping in Lincolnshire mit ihrem Freund aus. Die 20-Jährige aus Rugby fand das Erlebnis angenehm und stellte fest, dass die Kosten für einen kurzen Inlandsaufenthalt mit Auslandsreisen vergleichbar seien. Obwohl sie nicht ganz auf Pauschalreisen verzichten will, gefällt ihr die Bequemlichkeit kurzer Reisen.

Glamping, das 2016 in das Oxford English Dictionary aufgenommen wurde, gewinnt an Beliebtheit. Es kombiniert den Spaß des Campens mit zusätzlichen Komfortangeboten und bietet eine einzigartige Erfahrung ohne die Unannehmlichkeiten des herkömmlichen Campens.