Die US-Armee hat erstmals seit 59 Jahren die Einrichtung einer Waffe in der Erdumlaufbahn bestätigt. Laut einer Erklärung von Luftwaffenminister Troy Mainke verfügt die USA nun über eine ‘Waffe zur Kontrolle des Weltraums’, die militärische Streitkräfte vor feindlichen Handlungen schützen kann. Diese Entwicklung, die als Botschaft an Rivalen China und Russland verstanden wird, löst Bedenken über eine mögliche Eskalation bei der Militarisierung des Weltraums aus.

Was sind diese Weltraumwaffen?

Details zur Art, Anzahl oder spezifischen Fähigkeiten der eingerichteten Waffen bleiben unklar. Bei einer Konferenz zu Themen der Luft-, Raum- und Cyberkriegsführung erklärte Mainke, die USA verfügten nun über ‘Waffen zur Kontrolle des Weltraums’, nannte aber weder den Zeitpunkt ihrer Einrichtung noch ihre konkreten Aufgaben. Der Begriff ‘Weltraumkontrolle’ ist zentral in der Lehre der US-Space Force, die dies als die Erreichung von Weltraumüberlegenheit definiert – also die Fähigkeit, sich frei bewegen zu können, während man den Gegnern dies verweigert, so Victoria Samson von der Secure World Foundation.

Risiken und Reaktionen

Experten warnen, dass die Militarisierung des Weltraums zu einem neuen Wettrüsten führen könnte, während die Einrichtung durch die USA andere Länder dazu anregen könnte, ähnliche Fähigkeiten zu verfolgen. Satelliten leisten wichtige militärische und zivile Funktionen, darunter GPS, Kommunikation und Nachrichtendienste, wenn Gegner diese Anlagen angreifen, können die Folgen sowohl militärische Operationen als auch Infrastruktur auf der Erde stören.

Die USA haben sich seit langem für die Dominanz im Weltraum eingesetzt; Mainke sagte, die Einrichtung sei eine Reaktion auf ‘veränderte Bedrohungen’ — Er erklärte aber nicht, was diese Bedrohungen konkret sind oder wie die Waffen eingesetzt werden sollen. Samson betonte, dass der Begriff ‘Waffen’ im Kontext der ‘Weltraumkontrolle’ besonders wichtig sei, da er auf eine aggressivere Haltung im Orbit hindeutet.

Kontext und Bedenken

Separat hat die USA China beschuldigt, geheime Atomwaffentests durchgeführt zu haben, was gegen internationale Normen verstößt. Laut einem Bericht der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hat die USA bei der UN Beweise vorgelegt, die darauf hindeuten, dass China möglicherweise im Juni 2020 Atomwaffen getestet hat. Die seismischen Daten sind nicht eindeutig, doch Peking hat bislang keine überzeugende Erklärung abgegeben; diese angebliche Verletzung des umfassenden Atomtestverbots (CTBT) unterstreicht die wachsenden Spannungen im Bereich der globalen Rüstungskontrolle.

In diesem größeren Kontext des strategischen Wettbewerbs fügt die Ankündigung der US-Weltraumwaffen eine weitere Ebene der Unsicherheit hinzu; laut SWP können Deutschland und Europa nur begrenzte Maßnahmen ergreifen, indem sie Transparenz und Vertrauensbildungsmaßnahmen fördern. Das Fehlen einer einheitlichen internationalen Reaktion auf diese Entwicklungen könnte den globalen Sicherheitsrahmen weiter destabilisieren.