Die US-Männer-Nationalmannschaft (USMNT) trat in der 2026er WM an, um ihre beste Leistung in über zwei Jahrzehnten zu zeigen. Doch ein 1:4-Sieg Belgiens in Seattle am 7. Juli zerstörte diese Hoffnungen, wie Newsweek meldet. Der Sieg markierte das Ende der WM-Teilnahme der US-Mannschaft und zeigte erneut die Herausforderungen auf, den Abstand zwischen US-Fußball und globalen Top-Nationen zu verringern.

Die Rolle von Trainer Pochettino

Trainer Mauricio Pochettino, der die Mannschaft mit der Botschaft „Why not us?“ führte, erhielt nach dem Rückschlag viel Unterstützung, wie Sports Illustrated berichtet. Seine Botschaft sprach sowohl Spieler als auch Fans an, und viele sind der Ansicht, dass er weiterhin die Mannschaft leiten sollte. Sein Vertrag läuft in diesem Sommer aus, doch US-Soccer zeigt Interesse, ihn bis zur 2030er WM zu verlängern.

„Es war nicht gut genug, als es darauf ankam“, sagte Stürmer Folarin Balogun auf Instagram. Der 25-Jährige, der nach einer umstrittenen Roten Karte im vorherigen Spiel wieder ins Team zurückkehrte, startete im Spiel gegen Belgien in der Startelf.

Umstrittenheit und Reformaufrufe

Die WM-Teilnahme der US-Mannschaft war nicht ohne Kontroversen. Vor dem Spiel gegen Belgien wurde die Rote Karte von Balogun nach einem Bericht in The Sun aufgehoben. US-Präsident Donald Trump soll FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen haben, der daraufhin die Entscheidung rückgängig machte. Dies löste Kritik aus der belgischen Fußballfamilie und bei der UEFA aus.

Die Debatte um die langfristige Entwicklung der USMNT hält an. Simon Chadwick, Professor für Sport und Geopolitische Wirtschaft an der SKEMA Business School, sagte Newsweek, dass das Fehlen von Fortschritten, selbst auf heimischem Boden, Sorgen um die Fähigkeit der USA aufwirft, „die Glasscherbe zu durchbrechen“ und in Zukunft eine tiefere Talentschicht für die WM aufzubauen.

„Die Zukunft des amerikanischen Fußballs ist sehr vielversprechend“, sagte Analyst Stu Holden, der die Meinung von Pochettino und anderen unterstützte, dass die Mannschaft Potenzial zeigt, aber in Schlüsselbereichen wie Abwehrorganisation und Spielerentwicklung noch Fortschritte machen muss.

Reflexion der Spieler und Fanunterstützung

Stürmer Ricardo Pepi entschuldigte sich bei den Fans für das Scheitern der Mannschaft im Achtelfinale, wie The Sun meldet. Pepi, der sich von einer schweren Verletzung erholt hatte, sagte: „Es war einfach nicht gut genug von uns, und wir wollten und erwarteten mehr von uns selbst.“ Er bedankte sich außerdem für die Unterstützung der Fans und beschrieb die Stimmung als „unglaublich“ und einen Moment, den er nie vergessen werde.

Obwohl die US-Mannschaft mehrere Gruppenspiele gewann, darunter ein 4:1 gegen Paraguay und ein 2:0 gegen Australien, markierte der 1:4-Sieg gegen Belgien das Ende der Hoffnungen auf eine tiefere Teilnahme. Laut FotMob war die US-Mannschaft vor der WM in guter Form, hatte drei von ihren letzten fünf Spielen gewonnen und dabei elf Tore erzielt.

„Der Glaube, das Talent und die Leidenschaft wachsen stetig“, sagte Balogun. „Die Zukunft gehört denen, die nie aufhören zu glauben. Dieser Moment wird uns antreiben. Wir kommen zurück. Warum nicht wir?“

Mit dem Fokus auf die 2030er WM wird die US-Mannschaft nun ihre Strategie überdenken, Taktiken verfeinern und in die Jugendentwicklung investieren, um in Zukunft auf höchstem Niveau mithalten zu können.