Walmart hat vor einer Verringerung des Konsums durch steigende Spritpreise gewarnt, berichtet BBC News. Der Einzelhändler verknüpft diesen Trend mit dem anhaltenden Konflikt mit Iran, der Haushaltsbudgete weiter belastet.
Geringeres Umsatzwachstum erwartet
Von Mai bis Juli erwartet Walmart ein deutlich langsameres Umsatzwachstum im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Der Einzelhändler verbindet diesen erwarteten Rückgang direkt mit den steigenden Kraftstoffkosten an der Tankstelle.
Laut Daten der Verkehrsgruppe AAA hat sich der Durchschnittspreis für einen Gallon Benzin auf 4,56 Dollar erhöht, nachdem er zu Kriegsbeginn bei 3 Dollar lag. Diese Steigerung wirkt sich mittlerweile landesweit auf das Konsumverhalten aus.
Walmarts Finanzchef John David Rainey äußerte diese Sorgen im Interview mit CNBC. Er betonte, dass höhere Steuerrückerstattungen, die aus Präsident Donald Trumps One Big Beautiful Bill Act (OBBBA) resultierten, zunächst den steigenden Lebenshaltungskosten für viele Haushalte entgegenwirkten.
Sorgen um die Wirkung der Steuerrückerstattungen
Rainey warnte jedoch, dass die Auswirkungen dieser Steuerrückerstattungen im aktuellen Geschäftsquartal nachlassen und die Konsumenten daher stärkeren finanziellen Druck durch die hohen Kraftstoffpreise spüren würden. „Höhere Steuerrückerstattungen haben den Schlag der steigenden Kraftstoffpreise abgemildert, aber da diese Rückerstattungen inzwischen kaum noch kommen, werden die Konsumenten mehr davon spüren“, sagte er.
Der Einzelhändler beobachtet die Kraftstoffpreise aufmerksam und geht davon aus, dass sie sich in den nächsten Monaten weiter auf hohem Niveau bewegen, fügte Rainey hinzu. Als größter US-Privatanbieter und einer der größten Einzelhändler bietet Walmarts Leistung wichtige Einblicke in die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die US-Konsumenten.
Im Gespräch mit Investoren hob Rainey zudem Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Schließung des Hormus-Schiffs durch. Er warnte, dass dies zu steigenden Lebensmittelkosten führen könnte, da wichtige Agrarprodukte wie Dünger, Stickstoff und Phosphat knapp werden könnten.
Finanzielle Leistung und Kursreaktion
Walmart meldete für den Zeitraum Februar bis April einen Gewinn von 5,3 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 18,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Umsätze stiegen um 7,3 Prozent auf 177,8 Milliarden Dollar.
Trotz dieser Erträge warnte das Unternehmen, dass das Wachstum sich im Zeitraum von Mai bis Juli auf 4 bis 5 Prozent voraussichtlich verlangsamen wird, da die steigenden Lebenshaltungskosten den Konsum stärker beeinflussen. Aufgrund dieser Prognose sanken Walmarts Aktien am Donnerstagmorgen um 7 Prozent.
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