Die Mietpreisbremse für eine Million regulierter Wohnungen in New York wurde von der Stadtregierung beschlossen, wie die BBC berichtet. Der Entscheid fiel am Donnerstag, als hunderte Menschen in Manhattan jubelten und pfeiften. Die Rent Guidelines Board (RGB) stimmte für eine Mietpreisbremse sowohl für ein- als auch zweijährige Mietverträge. Damit hat Bürgermeister Zohran Mamdani ein zentrales Versprechen seines Wahlkampfes erfüllt.
Stellungnahme des Bürgermeisters und Abstimmung
Mamdani nannte die Abstimmung einen „historischen Sieg für New Yorker Mieter“, wie in einer Erklärung des Bürgermeisters zu lesen ist. Die RGB stimmte mit 7 zu 1 für die Regelung. Stunden vor der Abstimmung hatte ein Mitglied des Gremiums, Christina Smyth, öffentlich zurückgetreten. Smyth kritisierte das Panel für Voreingenommenheit und für das bewusste Ignorieren eigener Beweise, dass Vermieter mit steigenden Betriebskosten konfrontiert seien.
Smyth, eine der drei Mitglieder, die von Ex-Bürgermeister Eric Adams ernannt wurden, war als Vermietervertreterin im Gremium tätig. Sie behauptete, das Ergebnis sei bereits vorher festgelegt worden. „Das neu zusammengesetzte Gremium war verpflichtet, eine Mietpreisbremse zu beschließen“, sagte sie in einer Erklärung. „Alles danach war Schauspiel.“
Stellungnahme der Vorsitzenden
Chantella Mitchell, Vorsitzende der RGB, verteidigte die Abstimmung und betonte die Unabhängigkeit und Integrität der Gremiumsmitglieder. In einer Erklärung sagte sie: „Die ausführlichen Daten, die das Gremium in diesem Jahr vorlagen, zeigen eine wirtschaftliche Situation, in der die meisten Mieter in staatlich regulierten Wohnungen mit den grundlegenden Kriterien für bezahlbares Wohnen kämpfen, während die Mietkosten weiter steigen.“
Die Mietpreisbremse gilt für alle fünf Bezirke der Stadt zwischen Oktober 2026 und September 2027. Dazu gehören sowohl Luxuswohnungen als auch geförderte Wohnungen.
Öffentliche Anhörungen und Sorgen der Vermieter
Bei öffentlichen Anhörungen vor der Abstimmung argumentierten Mieter, dass ihre Einkommen nicht mit der Inflation Schritt hielten und dass vergangene Mieterhöhungen nicht in Reparaturen oder Verbesserungen investiert wurden. Gruppen, die Vermieter vertreten, mahnten jedoch, dass die Mietpreisbremse es schwieriger machen werde, mit steigenden Steuern, Energiekosten und Reparaturkosten umzugehen, was zu schlechteren Wohnbedingungen führen könnte.
James Whelan, Präsident des New Yorker Immobilienverbandes, sagte: „Ältere, staatlich regulierte Wohnungen kämpfen bereits mit steigenden Betriebskosten, doch das Gremium hat diese Realitäten ignoriert.“ Er fügte hinzu, dass die Entscheidung zu weniger Investitionen in Wartung und Reparaturen führen werde, was den Verfall des Wohnungsbestands beschleunigen werde, in dem Millionen New Yorkerinnen und New Yorker wohnen.
Mamdani setzte sich während seines Wahlkampfes für Themen wie Lebenshaltungskosten ein, wobei die Mietpreisbremse ein zentrales Versprechen war. Auch die Neubesetzung des Gremiums war Teil seines Wahlprogramms. In einem Video im Januar 2025 sagte Mamdani, die Amtsperioden von acht der neun RGB-Mitglieder, die Adams ernannt hatte, seien abgelaufen, und er würde sie ersetzen, wenn er gewählt würde. Er versprach, „nur solche zu ernennen, die verstehen, dass Vermieter es gut haben“.
Im Mai hatte das Mietpreisgremium bereits eine vorläufige Abstimmung zugunsten der Mietpreisbremse für fast eine Million Wohnungen in New York abgegeben. Bisherige Mietpreisbremse wurden dreimal zwischen 2015 und 2021 unter Ex-Bürgermeister Bill de Blasio beschlossen, doch damals galt sie nur für einjährige Mietverträge.
Dieser Erfolg für Mamdani fügt sich in den Sieg einer Gruppe linker Kandidaten hinzu, die der Bürgermeister am Mittwoch unterstützte. Zwei der von Mamdani unterstützten Kandidaten, der Stadtverwaltungschef Brad Lander und die Gemeinschaftsaktivistin Darializa Avila Chevalier, setzten sich gegen amtierende demokratische Kongressabgeordnete durch. In der dritten Wahl entschied sich die Bezirksabgeordnete Claire Valdez gegen einen Gegenkandidaten, der das Vertrauen der demokratischen Eliten der Stadt genoss.
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