Luigi Mangione, 28, gestand am 16. August 2025 in einem Manhattaner Bundesgericht, den UnitedHealthcare-Chef Brian Thompson erschossen zu haben. Thompson war am 4. Dezember 2024 vor dem Hilton Hotel in New York City getötet worden; Mangione muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen, doch die Bundesrichtlinien sehen eine Strafe von 24 bis 30 Jahren vor. Seine Verurteilung ist für den 18. Dezember 2025 geplant, wie CNBC berichtete.

Hintergrund und Motiv

Mangione erklärte dem Gericht, er habe Jahre lang unter einem gebrochenen Rücken gelitten und sei mit dem Gesundheitssystem unzufrieden; Er gab zu, einen 3D-Drucker genutzt zu haben, um einen Teil einer Waffe herzustellen, und diese mit einem Schalldämpfer und Magazin ausgestattet zu haben. Danach reiste er nach New York, um Thompson zu töten. Mangione gab an, er habe sich als Investor mit mehr als 50 Milliarden Dollar an Vermögen ausgegeben, um mit UnitedHealthcare in Kontakt zu treten. Innerhalb einer Stunde erhielt er eine Antwort, wie CNBC meldete.

Thompson, 50, leitete eine Tochtergesellschaft von UnitedHealth Group, dem größten US-Gesundheitsversicherer. Mangione gab zu, Thompson in Manhattan erschossen zu haben und wusste, dass sein Handeln strafbar war. Er brachte Thompson in Angst um sein Leben oder schwere körperliche Verletzungen. Fünf Tage nach dem Mord wurde Mangione in einem McDonald’s in Altoona, Pennsylvania, gefasst, als jemand ihn anhand eines Überwachungsfotos erkannte.

Gerichtsverfahren und öffentlicher Interesse

Vor seiner Schuldgeständnis hatte Mangione in einem separaten Strafverfahren in New York auf nicht schuldig plädiert. Der Prozess sollte im September beginnen, mit der Juryauswahl am 8. September. Die Jury bleibt anonym, was auf Sicherheitsbedenken und Sorge um Medienzugang zurückzuführen ist. Das Gericht stellte einen Zuschauerraum bereit, doch Staatsanwälte hoben Sicherheitsbedenken hervor. Der Richter wies Behauptungen zurück, dass das Staatsanwaltschaftsbüro in den Prozess eingegriffen habe, wie die BBC meldete.

Der Fall erregte großes Medien- und Öffentlichkeitsinteresse. Unterstützer von Mangione forderten mehr Transparenz und demonstrierten häufig vor dem Gericht. Der Richter kritisierte die Anwälte Mangiones, die andeuteten, das Staatsanwaltschaftsbüro habe den Prozess beeinflusst. Er betonte die Unabhängigkeit des Gerichts. Die Beweisauswahl fand in einem mehrwöchigen Verfahren im Dezember statt, um zu entscheiden, was der Jury präsentiert werden durfte.

Rechtliche Folgen und öffentliche Reaktion

Indem Mangione in einem Bundesgericht schuldig plauderte, vermeidete er die Todesstrafe, die unter den Umständen des Falls ursprünglich als wahrscheinlich galt, wie die Organización Mundial Bullying Sin Fronteras berichtete. Das Bundesgericht verfolgte Mangione nicht wegen Mordes, sondern konzentrierte sich auf Beschuldigungen im Zusammenhang mit Überwachung und Ermittlungen. Ein separater Strafprozess läuft weiter, in dem Mangione Mordvorwürfe entgegensteht.

Während des Bundesverfahrens schilderte Mangione seine langanhaltende Wut auf das Gesundheitssystem und sein Tötungsbegehren. Staatsanwälte präsentierten Beweise wie Überwachungsvideos, eine 3D-gedruckte Pistole, Kugeln, DNA und Notizen, wie Radio Seoul meldete. Das Schuldgeständnis markierte eine klare Wende gegenüber einigen Online-Unterstützern, die ihn als Anti-Establishment-Figur hervorhoben.

Mangione absolvierte 2020 das Studium an der University of Pennsylvania. Seine Schuldvernehmung fand im Manhattaner Bezirksgericht statt, wo er in Handschellen und in Gefängnisuniform erschien. Der Fall löste eine nationale Debatte über Gesundheitsversorgung, psychische Gesundheit und Waffengesetze in den USA aus.