Das Fährschiff kenterte am Dienstag auf dem Kariba-See, der die Grenze zu Sambia teilt; Eine Untersuchung deutete darauf hin, dass das Boot überladen war, als es bei starkem Wind kenterte.

Überladenes Boot und hohe Opferzahl

Zwischen den Opfern seien 18 Kinder, teilte die Polizei Simbabwes mit, and Es handelt sich um das tödlichste Unglück dieser Art im Land — Die meisten Passagiere seien angeblich Dorfbewohner und Fischhändler gewesen, die im Umland des Sees lebten.

Behörden gaben an, dass das Boot für 90 Personen zugelassen war, aber 114 Erwachsene, fünf Besatzungsmitglieder und eine unbekannte Anzahl von Kindern an Bord hatten. Lt. Col. Joseph Muchechesi, Kommandant der beteiligten Bootsregimenter, sagte: „Bis jetzt konnten wir 22 Leichen bergen. Wir sind sicher, dass wir alle Leichen bergen werden.“

Suche und Gedenken

Das Zivilschutzamt teilte am Mittwoch mit, dass 77 Menschen gerettet wurden. Hunderte Menschen versammelten sich am Donnerstag im Krankenhaus der Seenstadt Kariba, um die Leichen ihrer Angehörigen zu identifizieren. Ein öffentliches Gedenken fand in Kariba statt, etwa 280 km nordwestlich der Hauptstadt Harare.

Überlebende berichteten, sie hätten den Bootfahrer gebeten, umzukehren, nachdem das Boot kurz nach dem Ablegen Wasser aufgenommen hatte. Chance Siyamavhu, 45, sagte der Agence France-Presse: „Gott sei Dank trieb eine Welle das sinkende Boot, und wir konnten darauf klettern. Als das Boot kenterte, rannten viele nach den Rettungswesten, doch die meisten wussten nicht, wie man sie benutzt. Viele konnten nicht überleben.“

Historischer Hintergrund und der Kariba-See

Der Kariba-See ist mit seinem Volumen der größte künstlich angelegte See der Welt. Er erstreckt sich über mehr als 200 km und ist an einigen Stellen bis zu 40 km breit. Er wurde in den 1950er Jahren während der britischen Kolonialherrschaft geschaffen, als der Zambesi-Strom durch eine Staumauer abgedämmt wurde. Damit wurden etwa 57.000 Menschen vertrieben.

2014 ertranken 26 Menschen, 24 davon Kinder, in der sambischen Teilzone des Sees, als das Boot kenterte, das sie zu Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag bringen sollte. Auf der simbabwischen Seite ertranken 2021 fünf Passagiere bei einem Zwischenfall.