Air Canada hat vorübergehend einige Flüge nach New York und andere Ziele eingestellt, wie The Guardian berichtet, und begründet dies mit steigenden Kraftstoffkosten, die mit dem laufenden Konflikt zwischen USA, Israel und Iran verbunden sind. Der Schritt folgt auf wachsenden Druck auf Fluggesellschaften weltweit, ihre Dienste zu reduzieren, während die Kosten für Luftkraftstoff stark ansteigen. Obwohl es Ende April einen fragilen Waffenstillstand gab und der Hafen von Hormuz wieder geöffnet wurde, was den Ölpreis etwas beruhigte, bleiben die Kraftstoffkosten nach Wochen von Störungen deutlich höher.

Steigende Kraftstoffkosten beeinträchtigen die Rentabilität von Flugrouten

Laut Air Canada haben sich die Preise für Jetkraftstoff seit Beginn des Konflikts mit Iran verdoppelt, was einige weniger rentable Flugrouten und Flüge wirtschaftlich unumgänglich macht. Das Unternehmen teilte mit. Dass im Rahmen dieser finanziellen Belastung Änderungen im Flugplan vorgenommen werden, einschließlich einer Reduzierung der Flughäufigkeit.

Laut der kanadischen Nachrichtenagentur CBC, die einen Sprecher von Air Canada zitiert, sind betroffen ein Flug von Montreal und drei Flüge von Toronto. Die Flüge werden ab 1. Juni pausiert, und der Betrieb wird voraussichtlich am 25. Oktober wieder aufgenommen. Betroffene Kunden werden über alternative Reiseoptionen informiert, teilte das Unternehmen mit.

Air Canada wird weiterhin Flüge nach New Yorks LaGuardia- und Newark Liberty International Airport anbieten und bietet laut einem Sprecher des Unternehmens „34 Flüge täglich von sechs Städten in Kanada“ an. Diese Anpassung ist Teil eines breiteren Trends in der Branche, bei dem Fluggesellschaften versuchen, Betriebskosten und Nachfrage zu balancieren.

Branche-weite Anpassungen

Auch American Airlines hat ähnliche Anpassungen vorgenommen und hat vorübergehend Flüge von Dallas/Fort Worth nach Buenos Aires, Argentinien, und Santiago, Chile, eingestellt, berichtet Aviacionline. Die Einstellung, die am 29. März begann und bis Oktober 2024 andauern wird, ist auf eine Neuausrichtung der Nachfrage und Verzögerungen bei der Lieferung neuer Langstreckenflugzeuge zurückzuführen. Die Boeing 787 Dreamliners, die in Dallas/Fort Worth basieren, werden auf Ziele wie Amsterdam, Barcelona und Rom umgeleitet.

In Chile fügt sich die Einstellung von American Airlines in einen wachsenden Trend der verringerten Verbindungen ein, wobei andere Fluggesellschaften wie Air Canada und United Airlines ähnliche Änderungen vorgenommen haben. Dies hat den Marktführerschaftsstatus von LATAM gestärkt, die nun eine stärkere Position in der Verbindung zwischen Zentral- und Westamerika mit Südamerika hat.

Branchenweite Reaktion auf Kraftstoffkosten

Getrennt davon hat Spirit Airlines der US-Bundesregierung um Hunderte Millionen Dollar Notkredit gefordert, um den Anstieg der Kraftstoffkosten auszugleichen, berichtet Air Current, wobei ungenannte Quellen zitiert werden. Spirit reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Dies unterstreicht die breite Reaktion der Branche auf die steigenden Kraftstoffkosten, die Fluggesellschaften zwingen, ihre Flugrouten und Betriebsstrategien neu zu bewerten.

Die Situation zeigt die finanzielle Belastung der Fluggesellschaften aufgrund der wechselhaften Kraftstoffpreise, die sich seit Beginn des Konflikts verdoppelt haben. Obwohl die Wiedereröffnung des Hafens von Hormuz den Ölpreis etwas beruhigte, bleibt der Kraftstoffpreis insgesamt hoch, was Fluggesellschaften zu schwierigen Entscheidungen bezüglich ihrer Dienste und Flugrouten zwingt.

Die Entscheidung von Air Canada, bestimmte Flüge zu pausieren, ist Teil eines größeren Musters von Anpassungen, das in der Luftfahrtbranche vorgenommen wird, während Fluggesellschaften versuchen, Kosten zu managen, ohne den Service zu wichtigen Zielen zu beeinträchtigen. Das Unternehmen hat betroffene Kunden versichert, dass sie über alternative Reiseoptionen informiert werden, um sicherzustellen, dass Passagiere nicht ohne sinnvolle Alternativen zurückgelassen werden.