Der südafrikanische Flugzeughersteller Airlink hat sein Flugmanöver über einem vollbesetzten Stadion verteidigt. Es sei sorgfältig mit Flugsicherheitsbehörden geplant worden, meldet der BBC. Die Jets flogen dem Bericht zufolge nur wenige Meter über das Dach des Stadions während eines Rugby-Spiels zwischen Südafrika und Neuseeland.

Manöver löst gemischte Reaktionen aus

Die Jets donnerten über das DHL-Stadion in Kapstadt, als Raketen in die Luft geschossen wurden, kurz vor Beginn des Rugby-Spiels. Einige nannten das Manöver riskant, andere lobten die Präzision und das Können, die nötig waren, um es zu meistern. Airlink, die beteiligte Fluggesellschaft, verteidigte das Manöver in ihren Social-Media-Posts mit der Botschaft: ‘Planung. Präzision. Leistung.’

Detaillierte Planung und Sicherheitsvorkehrungen

In einer Erklärung, die auf einer Regierungsseiten abgedruckt wurde, gab Airlink weitere Details bekannt. Die Fluggesellschaft erklärte, dass die beiden Flugzeuge von erfahrenen Crews geflogen wurden. Jedes bestand aus drei Senior-Kapitänen, die in den Rollen von Kommandant, Copilot und Sicherheits-/Technikoffizier tätig waren. Zudem seien die Flüge gemäß ‘genehmigten und eingeübten Sicherheitsgrenzen für den Flug vorbei’ durchgeführt worden.

Das Flugverfolgungsportal Flightradar24 analysierte das Ereignis und berichtete, dass laut seiner Analyse ‘das führende Flugzeug weniger als 15 Meter (50 Fuß) über dem Dach des Stadions vorbeiflog.’ Dies stellte Fragen nach dem Risiko und der potenziellen Katastrophe, bei der zwei Flugzeuge und ein vollbesetztes Stadion beteiligt waren, in den Vordergrund. Viele Südafrikaner zeigten jedoch Stolz darauf, dass ihre Piloten solch ein Kunststück ausführen konnten.

Vorgänger für Flugmanöver

Der Tiefflug ist inzwischen zu einem Merkmal vor wichtigen Spielen geworden. Das bekannteste Beispiel war, als ein Flugzeug der South African Airways vor Beginn des Rugby-Weltmeisterschaftsfinales 1995 über einem Stadion in Johannesburg flog. In diesem Spiel besiegte Südafrika Neuseeland. Das Match, das in dem Hollywood-Film Invictus verewigt wurde, war von großer symbolischer Bedeutung. Damals trug Nelson Mandela, der erste schwarze Präsident des Landes, das Trikot der Nationalmannschaft, die eng mit der Apartheid-Regierung verbunden war und zuvor nur weiße Spieler zugelassen hatte.