Katholiken hören am Aschermittwoch die Mahnung: „Kehrt um und glaubt am Evangelium.“ Priester sprechen diese Worte Jesu beim Auftragen der Aschekreuze. Sie leiten die 40 Tage der Fastenzeit ein.
Die Fastenzeit stellt Gläubige vor die Vergänglichkeit: „Gedenke, dass du Staub bist und zum Staub wirst.“ Sie verspricht Barmherzigkeit und Erneuerung. Ein Kommentar im National Catholic Register sieht die Fastenzeit als dringenden Aufruf. Er beruft sich auf Joel 2,12 und 2. Korinther 5,20-6,2. Gläubige sollen der Sünde sterben und neues Leben im Glauben annehmen.
Autor Thomas Williams, Priester der Legionäre Christi, warnt vor lauwarmem Fasten. Manche lassen die Fastenzeit aus. Andere nehmen die Asche als vorübergehendes Ritual und wischen sie bald ab. Bußübungen werden oft banal, etwa Verzicht auf Chips bei Sehnsucht nach Hummer. Oder sie dienen nur dem Eigenwohl wie ein spirituelles Fitnessprogramm.
Wahres Fasten bedeutet, Jesus in die Wüste und den Kreuzweg zu folgen, erklärt Williams. Gläubige sollen Taufversprechen erneuern, die erste Liebe zu Gott und Nächsten wiederbeleben. Sie müssen Heiligkeit und Sendung bejahen, wie in Markus 3,14 und Offenbarung 2,4.
Jesu Anweisungen zu Gebet, Fasten und Almosen in Matthäus 6 gehören in den Gesamtkontext seines Evangeliums. Sie rüsten Jünger für die Evangelisation aus. Sie bilden sie, den Glauben mit der Welt zu teilen.
Das Fastengebet soll Arbeiter für die Ernte bitten, heißt es im Kommentar. Es zitiert Matthäus 9,37-10,1. Jesus berief die Apostel aus denen, die so beteten. Es verbindet Freundschaft mit Gott und seinen Heilsplan für 8,1 Milliarden Menschen.
Fasten geht über körperliche Askese hinaus. Jesus sagte, die Jünger würden fasten, wenn der Bräutigam – er selbst – weg sei (Matthäus 9,15). Es weckt Hunger nach Christus und seiner ewigen Speise. So können andere sie schmecken.
Almosen leiten Opfer in Barmherzigkeit. Jesus lehnte Dienst an Gott und Mammon ab (Matthäus 6,24). Der Kommentar nennt Beispiele: die Gabe der armen Witwe (Markus 12,42), Zachäus’ Wiedergutmachung (Lukas 19,8), Frauen, die Jesu Dienst unterstützten (Lukas 8,3). Die Fastenzeit presst Gläubige durchs Nadelöhr (Matthäus 19,24). Sie investiert irdischen Reichtum in himmlischen durch Hilfe für Arme und Kirchenmissionen.
Leibliche und geistliche Werke der Barmherzigkeit helfen Körper und Seele. Ökonomen sagen, Ausgaben zeigen Werte. Jesus fordert Ausrichtung aufs Reich Gottes.
Der Kommentar malt die Fastenzeit als Wandel wie bei Saulus zu Paulus, Simon Petrus oder Maria Magdalena. Er ruft zur gemeinsamen Praxis von Gebet, Fasten und Opfer auf. Sie speist sich aus Christi Eifer für das Heil aller.
Katholiken begannen die Fastenzeit am Aschermittwoch, 14. Februar 2024. Williams drängt zur Antwort im „missionarischen Schlüssel“. Die Fastenzeit rüste die Kirche – Christi Leib – zur Evangelisation inmitten globaler Herausforderungen aus.
Priester weltweit spendeten Asche. Millionen strömten zu Gottesdiensten, trotz unterschiedlicher Fastenpraxis. Umfragen des Pew Research Center zeigen: Rund 60 Prozent der US-Katholiken planen Bußopfer. Weniger besuchen die tägliche Messe.
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