Die Regierung von Benue hat angekündigt, dass ihr Antrag auf die Einrichtung eines Zentrums zur Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration (DDR) darauf abzielt, über 300 ehemalige Banditen, insbesondere aus der Sankera-Region, in die Gesellschaft zurückzuführen. Die Regierung erklärte, dass diese Personen, die in drei lokalen Verwaltungsgebieten – Logo, Katsina-Ala und Ukum – identifiziert wurden, nicht unbedingt Straftäter sind, sondern Menschen, die entführt und gezwungen wurden, für Banditen zu arbeiten.
Klarstellung zur DDR-Zentrum-Debatte
Die Regierung von Benue machte diese Klarstellung nach Fehlinformationen, wonach der Vorschlag zur Einrichtung eines DDR-Zentrums in Benue dazu dienen würde, „besserungswillige“ Terroristen aus dem Nordwesten unterzubringen. Kritiker und Oppositionsgruppen haben die Regierung beschuldigt, die Lage zu nutzen, um die Lage des Zentrums in Logo LGA zu rechtfertigen, was sie als Mittel zur Umverlegung von Personen aus anderen Regionen bezeichnen.
Josephine Habba, Direktorin der Kommission für Frieden und Versöhnung im Bundesstaat Benue, sprach zu diesen Bedenken. Sie erklärte, dass die Regierung der Ansicht sei, dass es angemessener sei, eines der Zentren in Benue zu errichten, aufgrund der besonderen Umstände in der Region. Die Regierung, in Zusammenarbeit mit traditionellen Herrschern, hat für das Zentrum geworben, das die Bundesregierung versprochen hat, in Betracht zu ziehen.
Laut Habba sind viele der Personen, die von dem DDR-Programm profitieren sollen, keine echten Banditen, sondern Menschen, die entführt, bedroht und jahrelang in den Enklaven der Banditen leben mussten. Oft wurden sie gezwungen, einfache Arbeiten für die Banditen zu erledigen. Die Regierung drückte ihre Sorge aus, dass diese Personen, wenn sie in DDR-Lagern im Nordwesten geschickt würden, weiter radikalisiert und nicht rehabilitiert werden könnten.
Plan zur Rehabilitation und Integration
Habba skizzierte einen umfassenden Plan, der während eines Friedensgipfels am 25. Februar 2026 vorgestellt werden soll. Das Programm, das zwischen sechs Monaten und einem Jahr andauern wird, umfasst Maßnahmen zur Stärkung der Gemeinschaften, zur Wiederherstellung von Lebensgrundlagen, zur Entschädigung von Betroffenen und zur Wiederherstellung von Schulen und Krankenhäusern. Das Ziel ist, eine nahtlose Integration dieser Personen in ihre Gemeinschaften sicherzustellen.
Das Programm wird sich auf Personen konzentrieren, die in der Wildnis identifiziert wurden, und die Regierung bestätigte, dass diese Personen nicht aus anderen Bundesstaaten stammen. Habba betonte, dass der Bundesstaat nicht ein DDR-Zentrum für Boko Haram oder andere Terroristen verlangt, sondern für Banditen und Straftäter innerhalb des Bundesstaates.
Sie fügte hinzu, dass einige Banditen in der Sankera-Region bereit sind, aus der Wildnis zu kommen, aber an der Ehrlichkeit der Regierung zweifeln. Sie versicherte jedoch, dass die Regierung ehrlich in ihrem Engagement für den Rehabilitationsprozess ist. Das DDR-Lager wird eine militärische Einrichtung mit strengen Zugangskontrollen sein, die darauf abzielt, die Bevölkerung von Benue zu schützen.
Laut Habba wurden über 300 Personen bewertet und als ehemalige Straftäter identifiziert, die keine echten Straftäter sind. Diese Bewertung erfolgte in Zusammenarbeit mit traditionellen Herrschern im Bundesstaat. Die Regierung glaubt, dass die Einrichtung des DDR-Zentrums dem Bundesstaat erhebliche Vorteile bringen wird.
Die Regierung hob auch hervor, dass das Programm eine Partnerschaft mit der Bundesregierung ist und Teil eines umfassenderen Bemühungen zur Bekämpfung der Ursachen von Konflikten in der Region ist. Der Fokus liegt nicht nur auf der Entradikalisierung von Personen, sondern auch auf der Wiederherstellung der von dem Konflikt betroffenen Gemeinschaften.
Der Ansatz der Regierung spiegelt eine wachsende Sorge über den Einfluss von Banditentätigkeit und den Bedarf an einer strukturierten und nachhaltigen Lösung wider, um die Betroffenen in die Gesellschaft zurückzuführen. Mit über 1.800 Personen, die in der Sankera-Region identifiziert wurden, ist die Regierung entschlossen, sicherzustellen, dass der Rehabilitationsprozess gründlich und effektiv ist.
Comments
No comments yet
Be the first to share your thoughts