Der Stadtteil Brighton in Seattle wird mit einem bahnbrechenden KI-gestützten digitalen Zwillingssystem zum Vorbild nachhaltiger Stadtentwicklung. Das Projekt, das von Brighton Communities in Zusammenarbeit mit BizzTech und anderen Technologiepartnern initiiert wurde, zielt darauf ab, Gebäude-Systeme, Versorgungsnetze, IoT-Geräte und Umweltsensoren in eine einzige Plattform zu integrieren, um Dekarbonisierung und Stadtmanagement zu verbessern.

Digitales Zwillingssystem verknüpft Echtzeitdaten

Das digitale Zwillingssystem wird mithilfe der Bibliotheken von NVIDIA Omniverse und KI-Frameworks wie NVIDIA Metropolis und NVIDIA Cosmos erstellt. Es verknüpft Stromnetze, Mobilitätsnetze und städtische Infrastruktur zu einer einheitlichen Plattform. Dieses System ermöglicht die Echtzeitvisualisierung und Simulation von Umwelt- und Betriebsdaten und ermöglicht prädiktive Analysen sowie immersive Community-Interaktionen.

BizzTech dient als Schicht für die Echtzeitinteraktion und Visualisierung, die Daten aus Gebäude-Systemen, Umweltsensoren, Versorgungsnetzen und städtischen Infrastrukturen integriert. Mithilfe von NVIDIA Blueprint für KI im Smart-City-Bereich liefert die Plattform KI-gestützte Erkenntnisse, die sicherere, effizientere und nachhaltigere Stadtverwaltung ermöglichen.

Laut BizzTech-Chef Dirk Schmidt verwandelt das Projekt komplexe Stadtdaten in eine klare, umsetzbare Betriebsumgebung. „Zusammen mit unseren Partnern und mit Unterstützung von NVIDIA Metropolis und VSS sind wir stolz darauf, Brighton dabei zu unterstützen, eine sicherere, nachhaltigere und vernetztere Nachbarschaft zu bauen“, sagte er.

Seattle: Klimaführerschaft und IT-Strategie

Seattle ist seit langem Vorreiter in der Klimabewegung, mit Initiativen wie dem Building Emissions Performance Standard (BEPS), der bis 2050 eine Reduktion der Gebäudeemissionen um 27 % anstrebt. Das Office of Sustainability & Environment der Stadt hat zudem Kompost- und Abfallregelungen umgesetzt, wodurch die Abfallsektor-Emissionen seit 2008 um 31 % gesenkt wurden.

Das Projekt Brighton entspricht der IT-Strategie 2025–2027 und der Generative AI Policy der Stadt, die eine transparente, faire und verantwortungsvolle Nutzung fortschrittlicher Technologien betont. Brighton Communities erhielt 2024 im Rahmen des Pilotprogramms der Stadt einen Building Decarbonization Grant, um dieses neue Modell einer intelligenten Nachbarschaft zu entwickeln.

Amy Fowler, Strategische Beraterin für Klima- und Gebäude-Unterstützungsprogramme im Office of Sustainability & Environment (OSE) der Stadt Seattle, lobte Brighton Communities für ihre Engagement für Nachhaltigkeit. „Dank der mit dem OSE-Grant installierten Upgrades für Heizung und Warmwasser in einigen Wohnungen kann Brighton ein breiteres Bild der Gemeinschaftsnachhaltigkeit umsetzen: eine dekarbonisierte, vernetzte und widerstandsfähige Nachbarschaft“, sagte sie.

Neue Innovationen im intelligenten Nachbarschaftsprojekt

Dieses Projekt bringt mehrere Schlüsselinnovationen mit sich. Ein einheitliches digitales Zwillingssystem verknüpft Energieverbrauch, Umweltbedingungen, Mobilitätsdaten und Sicherheitssysteme. Fortgeschrittene KI und räumliche Analysen von NVIDIA Metropolis und VSS werden in stadtteilweisen Betriebsabläufen integriert, wodurch prädiktive Erkenntnisse und Echtzeitanalysen ermöglicht werden.

Das Projekt legt auch eine skalierbare Grundlage für physische KI, die als Vorlage dienen kann, um von einzelnen Gebäuden zu ganzen Vierteln und schließlich zu vollständigen Stadtsystemen auszuweiteniten. Die Zusammenarbeit umfasst mehrere Technologiepartner, darunter Atlas Traffic Technologies, Circuit Meter und Akila, und ist so konzipiert, dass sie zukünftig erweitert werden kann.

Curtis Brown, Executive Director von Brighton Communities, betonte den communitygetriebenen Ansatz des Projekts. „Brighton ist immer von communitygetriebenen Fortschritten geprägt gewesen“, sagte er. „Die Zusammenarbeit mit BizzTech und seinen Partnern gibt uns mächtige neue Werkzeuge, um zu verstehen, wie unsere Gebäude, Straßen und öffentlichen Räume funktionieren, damit wir bessere Entscheidungen treffen können, die die Bewohner unterstützen, Verdrängung reduzieren und langfristige wirtschaftliche und ökologische Resilienz aufbauen können.“

Brown fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit mit BizzTech seine Vorstellung davon, was eine wirklich intelligente und nachhaltige Nachbarschaft sein könnte, erweitert hat. „Die Zusammenarbeit mit BizzTech hat meine Vorstellung davon, was eine wirklich intelligente und nachhaltige Nachbarschaft sein könnte, erweitert und uns konkrete Schritte in Richtung der Zukunft ermöglicht, die wir uns für Brighton vorstellen. Diese Beziehung hat mir gezeigt, dass die Zukunft, über die wir sprechen, nicht Jahrzehnte entfernt ist – sie ist erreichbar und geschieht bereits jetzt.“

Laut dem Projektplan wird das digitale Zwillingssystem bis 2027 vollständig in Betrieb sein, mit kontinuierlicher Integration neuer Datenquellen und KI-Modelle, um seine prädiktiven Fähigkeiten zu verbessern. Das Projekt soll als Vorbild für andere Stadtteile in Seattle und darüber hinaus dienen, um zu zeigen, wie KI-gestützte Infrastruktur und community-first-Design Klimapolitik in messbare, skalierbare Ergebnisse verwandeln können.

Der Erfolg des Projekts hängt von der fortlaufenden Zusammenarbeit zwischen BizzTech, Brighton Communities und anderen Technologiepartnern ab. Mit der Entwicklung des Systems wird es wertvolle Erkenntnisse über städtische Nachhaltigkeit liefern und Städten dabei helfen, sich den Herausforderungen des Klimawandels und der Urbanisierung anzupassen.