Der brasilianische Gouverneur von Goiás, Ronaldo Caiado, hat seine Präsidentschaftskampagne gestartet. Er tritt als Zentrist gegen Luiz Inácio Lula da Silva (PT) und Flávio Bolsonaro (extreme Rechte) an. Caiado sagte am Sitz der Sozialdemokratischen Partei (PSD) in São Paulo, die Polarisierung sei ein Instrument. Diese könne durch seine Präsidentschaft „abgebaut“ werden. EFE berichtet.
Politische Versprechen und Positionierung
Caiado kündigte eine „umfassende, allgemeine und uneingeschränkte“ Amnestie für alle an dem Putschversuch vom Januar 2023 Beteiligten an. Dazu zählt auch der ehemalige Präsident Jair Bolsonaro, der unter Hausarrest steht. Er kritisierte zudem die Arbeiterpartei (PT) und Lula. Laut Caiado sollte Lulas Partei keine regierungsfähige Option sein. EFE berichtet.
Trotz seiner harten Kritik liegen Umfragen Caiado mit etwa 5 % Unterstützung weit hinter Lula und Flávio Bolsonaro zurück. Diese kämen in einem möglichen Stichkampf auf die Nase. Nachrichtenpool Lateinamerika meldet.
Wirtschaft und internationale Beziehungen
Caiado hob Goiás’ wirtschaftlichen Erfolg hervor, insbesondere in der Agrarwirtschaft. Seine Regierung genießt dort rund 90 % Zustimmung. Er betonte auch seine Arbeit bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz und Vereinbarungen mit der US-Regierung zu seltenen Erden. EFE berichtet.
In einer anderen Entwicklung hat die US-Firma USA Rare Earth eine 2,8-Milliarden-Dollar-Beteiligung an der brasilianischen Bergbaugesellschaft Serra Verde sichern können. Serra Verde produziert Seltene Erden, die in der Hochtechnologie und Verteidigung eingesetzt werden. Die USA erhöhen ihren Zugang zu diesen Rohstoffen, um die Abhängigkeit von China zu verringern. China kontrolliert etwa 70 % der weltweiten Produktion. Perspektive Online meldet.
Die US-Entwicklungsförderungsbehörde hatte Serra Verde bereits im Februar eine Kreditlinie von 565 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Damit soll die Bergbaukapazität von 5.000 auf 6.500 Tonnen pro Jahr ausgebaut werden. Perspektive Online meldet.
Wahlkampf 2026
Die brasilianischen Präsidentschaftswahlen 2026 entwickeln sich zu einem engen Rennen zwischen Lula, der um seine vierte Amtszeit kämpft, und einem noch unklaren rechten Kandidaten. In aktuellen Umfragen führt Lula mit 39,5 % Zustimmung. Flávio Bolsonaro und eine hypothetische Michelle Bolsonaro kommen auf 32 % beziehungsweise 32,7 %. Nachrichtenpool Lateinamerika meldet.
Caiado tritt unter der PSD an. Er gilt als Außenseiter, konzentriert sich aber auf seine Stärke in Goiás. EFE berichtet.
Zudem bereitet Goiás sich auf ein großes MotoGP-Event am 17. März 2026 vor. Der Eintritt ist frei, und internationale sowie lokale Fahrer werden erwartet. Caiado wird voraussichtlich gemeinsam mit MotoGP-Vertretern teilnehmen. motogp.com meldet.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts