Jin Mingri. Auch bekannt als Ezra Jin. Wurde aus der Haft entlassen und hat Los Angeles erreicht, wie die US-basierte Menschenrechtsgruppe ChinaAid berichtet. Seine Familie gab eine Erklärung ab. In der sie Unterstützern dankte und sowohl Präsident Donald Trump als auch der Trump-Regierung für ihre Führung im Fall Dank aussprach; Sie sagten, die Freilassung sei ein Wunder und wäre ohne die direkte Einmischung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping nicht möglich gewesen.

Resilienz einer 10.000-Mitglieder-Kirche

Jin gründete die Zion Church im Jahr 2007 mit nur 20 Mitgliedern; Die Kirche wuchs zu einer der größten nicht registrierten religiösen Gruppen Chinas heran und hatte ein Netzwerk von etwa 10.000 Mitgliedern in 40 Städten. Sie wurde 2018 offiziell vom Kommunistischen Partei Chinas verboten, nachdem sie sich geweigert hatte, Sicherheitskameras auf ihrem Grundstück in Peking zu installieren — Die Behörden schlossen später die physischen Räume der Kirche, doch die Gruppe betrieb weiterhin online.

Vor einem Jahr wurden Jin und andere Führer der Zion Church in einer größeren Sicherheitsaktion verhaftet. Achtzehn Kirchenführer wurden festgenommen und beschuldigt, „illegal Informationen über das Internet verbreitet zu haben“. Laut Maya Wang von Human Rights Watch sagte Jins Familie, dass acht weitere Mitglieder der Zion Church noch in Haft seien.

Trump und internationale Reaktionen

US-Präsident Donald Trump brachte den Fall von Jin während eines Staatsbesuchs in Peking im Mai mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Sprache. Trump sagte damals, Xi würde die Freilassung des Pastors „ernsthaft in Betracht ziehen“. Jins Familie bestätigte, dass Trump Xi während direkter Gespräche gebeten habe, Jin freizulassen. Sie fügten hinzu, dass sie hofften, dies sei ein positiver Schritt für religiöse Menschen in China und für die Beziehungen zwischen den USA und China.

Trump brachte zudem den Fall des Hongkong-Medienunternehmers Jimmy Lai ins Gespräch, der unter Hongkongs Sicherheitsgesetz zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er sich mit ausländischen Kräften abgesprochen hatte. Die Inter-Parlamentarische Allianz zu China, die aus Dutzenden britischer Abgeordneter besteht, sagte, sie sei „überglücklich“ über Jins Freilassung. Das chinesische Auswärtige Amt hat sich bislang nicht offiziell zu seinem Fall geäußert.

Offene Fragen

Obwohl Jins Freilassung als positiver Schritt angesehen wird, weisen religiöse Menschenrechtsaktivisten darauf hin, dass viele andere immer noch in Haft sitzen. Bob Fu, Gründer von ChinaAid, begrüßte Jins Freiheit, betonte aber, dass „unzählige“ religiöse Praktizierende immer noch im Gefängnis seien. Maya Wang von Human Rights Watch forderte ebenfalls die Freilassung aller inhaftierten Mitglieder der Zion Church und stellte fest, dass mindestens acht noch in Haft seien.

Jins Familie hofft, dass die Freilassung ein Zeichen für größere Veränderungen im Bereich der Religionsfreiheit in China sein könnte. Sie dankten Gott für das Wunder und drückten die Hoffnung aus, dass die Beziehungen zwischen den USA und China sich verbessern würden. Der Fall hat internationale Aufmerksamkeit erregt, wobei mehrere Menschenrechtsgruppen und Abgeordnete die Situation engmaschig beobachten.