Kanadische Behörden teilten am Samstag mit, dass einer der vier Kanadier, die derzeit in British Columbia in Quarantäne sind, nach einer Exposition mit dem Hantavirus an Bord der Kreuzfahrtschiff MV Hondius voraussichtlich positiv getestet wurde, wie The Guardian berichtete.

Voraussichtlicher positiver Fall und milde Symptome

Bei einer Pressekonferenz erklärte Dr. Bonnie Henry, die Provinzgesundheitsbeauftragte von British Columbia, dass die betroffene Person vor zwei Tagen milde Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen entwickelt habe. Die Person und ihr Partner, der ebenfalls an Bord des Kreuzfahrtschiffs gewesen war und sich mit ihr isoliert hatte, wurden in ein Krankenhaus in Victoria zur Beurteilung und Testung gebracht.

Henry teilte mit, dass die Testergebnisse für die Person mit mildesten Symptomen am späten Freitagabend positiv ausfielen. Allerdings betonte sie, dass die Ergebnisse derzeit „voraussichtlich positiv“ seien, und dass die Proben an das nationale Mikrobiologie-Labor in Winnipeg zur Bestätigung geschickt wurden. Die Ergebnisse dieser Tests seien für das Wochenende erwartet, sagte Henry.

„Offensichtlich ist das nicht, was wir uns erhofft haben, aber es ist, was wir geplant haben“, sagte Henry.

„Der Patient ist stabil, und seine Symptome bleiben derzeit mild“, sagte Henry. „Und er ist immer noch im Krankenhaus, in Isolation, wird überwacht und erhält die notwendige Pflege.“

Partner negativ getestet, andere in Beobachtung

Der Partner des Patienten wurde negativ getestet, wird aber ebenfalls im Krankenhaus weiter beobachtet und beurteilt, sagte Henry. Aus Gründen der Vorsicht wurden auch die dritte Person, die sich in derselben Unterkunft isoliert hatte, in ein Krankenhaus für die Beobachtung überstellt. Die vierte Person isoliert sich weiterhin zu Hause unter täglicher Beobachtung, sagte sie.

Die vier Kanadier, die an Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffes MV Hondius gewesen waren, wo der Hantavirus-Ausbruch stattfand, kamen am 10. Mai in Victoria an. Henry teilte mit, dass bei der Ankunft alle vier Personen beurteilt wurden und keine von ihnen zu diesem Zeitpunkt Symptome zeigte.

Sie wurden direkt in eine Unterkunft überstellt, um eine Quarantäne von mindestens 21 Tagen zu beginnen. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Quarantäne von 42 Tagen empfohlen.

Ausbruch und vorangegangene Todesfälle

Seit dem 11. April starben drei Personen, die an Bord des Kreuzfahrtschiffes gewesen waren, an vermuteten Hantavirus-Infektionen, darunter ein niederländisches Paar und eine deutsche Frau.