Cebu City hat eine neue Regelung erlassen, wonach alle staatlichen Fahrzeuge im Stillstand abgeschaltet werden müssen, um Kraftstoff- und Stromkosten zu reduzieren. Der Beschluss wurde am Dienstag vom Stadtvizebürgermeister Tomas Osmeña bekannt gegeben und gilt für alle nicht dringenden Fahrzeuge, einschließlich solcher, die von der Stadtregierung betrieben werden.
Neue Regelung zur Vermeidung von Leerlauf
Stadtvizebürgermeister Tomas Osmeña betonte in einer sozialen Medienmeldung, dass keine Fahrzeuge der Stadtverwaltung im Stillstand laufen dürfen. Er erklärte, dass das Verhalten eine Missbrauch von öffentlichen Mitteln darstelle. „Bürgermeister Nestor und ich sind uns einig: Das ist eine Verschwendung von Steuergeldern und wird nicht toleriert“, schrieb Osmeña.
Die Regelung ist Teil eines umfassenden Bemühens, Energieeinsparungen zu erreichen, insbesondere in Anbetracht der steigenden Kraftstoffkosten, die durch den Irak-Konflikt und globale Spannungen verschärft wurden. Eine offizielle Erklärung oder ein Memorandum wird bald veröffentlicht, um mit anderen Maßnahmen zur Kosteneinsparung in der Verwaltung in Einklang zu bringen.
Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, Verstöße gegen die neue Regelung zu melden. Osmeña erklärte, dass die Öffentlichkeit Vorfälle dokumentieren kann, indem sie die Kennzeichen der betroffenen Fahrzeuge aufzeichnet und sie an das Amt des Bürgermeisters oder des Stadtvizebürgermeisters übermittelt.
Energieeinsparungsmaßnahmen in der Stadtverwaltung
Die Regelung zur Vermeidung von Leerlauf ist eine von mehreren Energieeinsparungsinitiativen, die in der Stadtverwaltung Cebu umgesetzt werden. Dazu gehören strengere Regelungen für die Nutzung von Klimaanlagen, die Überwachung von Aufzügen und die Aufrechterhaltung einer Fünftage-Arbeitswoche. Die Stadtregierung hat auch die Stromverbrauchszahlen in verschiedenen Abteilungen überwacht, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.
Bürgermeister Nestor Archival erklärte während einer Pressekonferenz am 9. März, dass eine Abteilung der Stadtregierung täglich den Strombedarf überwacht. „Wir haben eine Verringerung des Verbrauchs festgestellt, aber nicht sehr viel“, sagte Archival und betonte, dass die Stadt bereits Erfolge bei der Reduzierung des Stromverbrauchs erzielt hat.
Archival erinnerte daran, dass die Stadtregierung bereits Maßnahmen wie die Einschränkung der Nutzung von Klimaanlagen zur Mittagszeit umgesetzt hat. „Von 12 bis 13 Uhr haben wir sie abgeschaltet, als ich Stadtvizebürgermeister war. Wir konnten etwa 80.000 Pesos pro Monat sparen“, sagte er.
Der Bürgermeister bat die Ämter, Klimaanlagen bis 17 Uhr, idealerweise bis 16 Uhr abzuschalten, um den Stromverbrauch weiter zu reduzieren. Er betonte auch, dass einige Klimaanlagen in offenen Gängen unnötig weiterlaufen und verlangte, dass das Personal sicherstellt, dass sie bis zum späten Nachmittag abgeschaltet werden.
Arbeitsplan bleibt unverändert
Archival erklärte, dass die lokale Regierung ihre reguläre Arbeitswoche von Montag bis Freitag beibehalten wird, während sie Vorschläge zur Verbesserung der Effizienz in der Verwaltung prüft. Zu den diskutierten Ideen gehörten alternative Arbeitsmodelle, die helfen könnten, den Stromverbrauch in staatlichen Gebäuden zu reduzieren.
Allerdings entschieden sich die Beamten, den aktuellen Plan beizubehalten, um die öffentliche Dienstleistung nicht zu unterbrechen. „Das sind kleine Dinge, aber sie zählen“, sagte Archival und betonte die Bedeutung auch kleiner Energieeinsparungsmaßnahmen.
Die Energieeinsparungsmaßnahmen in Cebu City erfolgen im Zusammenhang mit allgemeinen Aufrufen zur Konservierung in den Philippinen. Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat die Filipinos angewiesen, Energie zu sparen, da der Irak-Konflikt und Spannungen im Nahen Osten die globale Ölversorgung gefährden und die Kraftstoffpreise erhöhen.
Das Projekt in Cebu City spiegelt eine wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit wider, den Energieverbrauch zu reduzieren, um auf Unsicherheiten bei der globalen Ölversorgung zu reagieren. Die Maßnahme wird voraussichtlich einen messbaren Einfluss auf die Energiekosten der Stadt haben und könnte als Vorbild für andere lokale Regierungen dienen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen.
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