Curaçao-Torwart Eloy Room steuerte mit 15 Paraden zum 0:0 gegen Ecuador bei der WM 2022 bei. Damit holte das karibische Land seinen ersten Punkt bei der WM. Das Spiel, das von König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande verfolgt wurde, markierte Curaçaos Debüt bei der WM und war ein historisches Ereignis für das Land mit nur 158.000 Einwohnern.
Rooms herausragende Leistung
Room, der 37-jährige Ersatzkeeper der Eredivisie, verfehlte mit 15 Paraden nur eine Einheit den Rekord von Tim Howard mit 16 Paraden in einem WM-Spiel von 2014. Seine 15 Paraden waren die meisten eines Torwarts in 90 Minuten eines WM-Spiels seit Beginn der Statistik in 1966. Ecuadors Enner Valencia wurde mehrfach von Room abgewehrt, darunter ein brillanter Stop im dritten Spielminute und eine beeindruckende Parade später im Spiel.
Room’s Leistung wurde als eine der bemerkenswertesten in der WM-Geschichte beschrieben. Laut The Guardian erhielt er nach dem Spiel in der Umkleidekabine von Königin Máxima einen Glückwunschkuss. „Ich muss das noch verarbeiten“, sagte Room; „Ich bin etwas ärgerlich, dass ich am Ende nicht den Rekord erwischt habe, aber ich glaube, Tim Howard hat etwas geschwitzt.“
Advocaats emotionale Reaktion
Dick Advocaat, der älteste Trainer bei der WM-Endrunde, war nach dem Spiel sichtlich gerührt, der 68-Jährige hatte im Februar aufgrund der Gesundheitsprobleme seiner Tochter zurückgetreten, kehrte aber im vergangenen Monat zu Curaçao zurück. „Ich bin so stolz“, sagte Advocaat nach dem Abpfiff; „Wir kamen von nichts und sie haben wie Löwen gekämpft.“
Advocaats Mannschaft hatte zuvor mit einem 7:1 gegen Deutschland verloren, doch sie konnten sich mit diesem historischen Resultat erholen. Curaçao hält nun ihre Hoffnungen auf einen Einzug ins Achtelfinale in der Gruppe E am Leben. Ein Sieg gegen die Elfenbeinküste im letzten Spiel würde reichen, um in die K.o.-Runde zu kommen.
Ein Land im Aufschwung
Der Punkt im Unentschieden gegen Ecuador war ein Moment der nationalen Stolz – die Mannschaft hatte mehrere Chancen, darunter ein verpasster Ein-gegen-Eins von Tahith Chong und ein abgeblockter Schuss von Juninho Bacuna. Ecuador hatte ebenfalls Chancen, wobei Hernan Galindez zwei gute Paraden steuerte und Moises Caicedo einen Nachschuss von Jurgen Locadia abblockte.
Room beherrschte das Spiel weiterhin mit weiteren Paraden, darunter einen Schuss von Rodriguez, der den Querbalken traf. Seine Leistung, die RTE.ie als „Ein-Mann-Aktion“ beschrieb, war entscheidend für den Punkt. Das Resultat hat Curaçao in der Welt des Fußballs bekannter gemacht und das Potenzial des kleinen Landes auf der internationalen Bühne unterstrichen.
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