Donald Trump forderte Iran zu einem sofortigen Atomdeal auf. „Deal, Deal und nur Deal“, erklärte der US-Präsident am Dienstag im Weißen Haus. Die Warnung fiel inmitten hoher Spannungen zwischen Washington und Teheran.

Trump warf den iranischen Führern vor, Tausende Demonstranten bei kürzlichen Unruhen getötet zu haben. Teheran begehe schwere Menschenrechtsverletzungen, sagte er. Das iranische Volk verdiene etwas Besseres, fügte Trump hinzu und drückte Mitgefühl für die Bürger aus.

Iran habe härtere Repressionen nur nach US-Drohungen mit Militärschlägen gemildert, erklärte Trump. Details zu konkreten Warnungen an Teheran nannte er nicht.

Die Äußerungen fielen mit einer großen US-Militärbewegung zusammen. Der Atomflugzeugträger USS Gerald R. Ford wurde in den westlichen Mittelmeerraum verlegt. Er stößt zur Kampfgruppe des USS Abraham Lincoln hinzu.

Offizielle nannten die Verlegungen ein Zeichen der Bereitschaft. Die beiden Trägergruppen unterstreichen die US-Entschlossenheit bei stockenden Atomverhandlungen. Iran lehnt direkte Gespräche mit Washington ab, seit Trump 2018 aus dem Abkommen von 2015 ausgestiegen ist.

Trump wiederholte seinen Aufruf zu einem neuen Vertrag. Er fordere Einschränkungen für Irans Atomfortschritte und Raketenprogramm. Teheran bestehe auf vorheriger Aufhebung US-Sanktionen.

Kürzliche Proteste erschütterten Iran wegen Wirtschaftskrisen und Regierungspolitik. Staatliche Medien meldeten wenige Tote. Trump widersprach und sprach von Tausenden Opfern.

US-Behörden beobachten Irans Urananreicherung genau. Laut einem Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation nähere sich der Islamische Staat waffentauglichen Niveaus. Trump gelobte, Teheran verhindere, Atomwaffen zu erlangen.

Das Weiße Haus nannte keinen Zeitplan für Verhandlungen. Sprecher betonten Diplomatie mit Stärke. Irans Außenminister wies das Angebot als leere Rhetorik zurück.

Militärexperten wiesen auf die Trägeraufstellung hin. Die USS Gerald R. Ford führt moderne F-35-Jets. Zusammen mit der USS Abraham Lincoln umfassen die Gruppen Hunderte Flugzeuge und Tausende Seeleute.

Die Spannungen stiegen nach Beschlagnahmungen iranischer Öltanker im Golf. Die USA reagierten mit Sanktionen und Marinepatrouillen. Trump erwog letztes Jahr Luftangriffe, verzichtete aber.

Europäische Verbündete mahnten Zurückhaltung. Großbritannien, Frankreich und Deutschland wollen das Atomabkommen retten. Trump nannte es von Anfang an fehlerhaft.

Irans Oberster Führer lehnte Verhandlungen unter Druck ab. Ajatollah Ali Khamenei drohte mit Vergeltung bei Aggressionen. US-Stützpunkte in der Region stehen weiter in Alarmbereitschaft.

Trumps Deal-Druck erinnert an seine Nordkorea-Politik. Er traf Kim Jong Un mehrmals. Ein solches Treffen mit Iran zeichnet sich nicht ab.

Märkte reagierten nervös. Ölpreise stiegen nach Meldungen über den Aufmarsch. Die Straße von Hormuz transportiert ein Fünftel des Weltöls.

Trump schloss mit einem Hinweis auf Irans Potenzial. Ein fairer Deal könne Wohlstand bringen, sagte er. Ohne ihn blieben Optionen offen.