Am Montag kündigte eine Gruppe von Republikanern in Florida an, dass es akzeptabel sei, parteiübergreifend den Demokraten David Jolly für das Amt des Gouverneurs im November zu unterstützen, wie floridaphoenix.com berichtet. Die Initiative „Republicans for Jolly“ wird von Manatee County Commissioner George Kruse und Greg Wilson, ehemaliger stellvertretender Assistent des US-Finanzministeriums unter Reagan und George H.W. Bush, geleitet.
Sorgen über Trump-Politik
Greg Wilson kritisierte Jollys republikanischen Gegenkandidaten Ron DeSantis für seine Unterstützung der Handelspolitik und Iran-Politik von Präsident Donald Trump. „Zölle sind eine Steuer auf den Verbraucher“, sagte Wilson bei einer Pressekonferenz in St. Petersburg. „Er hat mindestens zweimal für die Zölle und den globalen Handelskrieg von Präsident Trump gestimmt, was die Lebenshaltungskosten erhöht. Gleiches gilt für den illegalen und nicht autorisierten Krieg im Iran, der Lieferketten stört. Man sieht das jedes Mal, wenn man zur Tankstelle fährt. Seine Stimmen für die Fortsetzung und Verteidigung des Krieges im Iran treiben die Kosten in die Höhe.“
Lokale Regierung und parlamentarische Dynamik
George Kruse, der im zweiten Jahr seiner Amtszeit auf der Manatee County Commission ist, betonte die Bedeutung der Wahl eines Demokraten, um die Verantwortung im Staat Parlament wiederherzustellen. Die Kommission von Kruse trat 2025 einer mehrstädteigenen Klage gegen den floridischen Gesetzentwurf 180 bei, der lokale Kontrollrechte bei wichtigen Entwicklungsentscheidungen von lokalen Behörden entzogen hat. „Wir haben eine einparteilige Herrschaft“, sagte Kruse. „Es gibt keine Kontrollen und Gegenkontrollen. Es gibt keine Reibung in Tallahassee.“
Jollys Weg in einem republikanisch geprägten Staat
Laut Aurora Israel entwickelte Florida unter DeSantis eine besonders aktive Politik gegenüber Israel. Der Staat nahm Maßnahmen gegen die BDS-Bewegung, stärkte wirtschaftliche und bildungspolitische Zusammenarbeit und initiierte Schutzmaßnahmen für jüdische Institutionen. DeSantis besuchte Israel und machte den Kampf gegen Antisemitismus zum zentralen Teil seiner Agenda. Der nächste Gouverneur wird entscheiden müssen, wie viel dieser Politik beizubehalten und welche Aspekte zu ändern sind, da die Wahl im Zeichen tiefer politischer Spaltungen in den USA stattfindet.
Die Unterstützung für Israel ist in vielen republikanischen und demokratischen Kreisen stark, aber kritische Positionen sind deutlicher, besonders bei progressiven Bewegungen und jüngeren Wählern. Florida spiegelt beide Trends wider. In den Vorwahlen setzten sich israelfreundliche demokratische Kandidaten wie Jared Moskowitz und Debbie Wasserman Schultz gegen verschiedene Gegner durch, während ein Kandidat mit Verbindungen zu den Demokratischen Sozialisten Amerikas eine bedeutende Senatswahl gewann.
Donalds hat einen strukturellen Vorteil, da Florida in den letzten Jahren zunehmend republikanisch geworden ist. Die Demokraten haben seit Jahrzehnten keine Gouverneurswahl im Staat gewonnen. Jolly versucht jedoch, sich als moderater Alternative zu positionieren, der Unabhängige und ehemalige Republikaner gewinnen kann.
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