Der demokratische Nationalkomitee (DNC) hat erhebliche Änderungen am Primärwahlkalender für die Präsidentschaftswahlen 2028 beschlossen, um besser mit den Schlüsselgruppen der Partei übereinzustimmen, wie Al Jazeera meldet. Die Entscheidung fiel bei einer Sitzung in Austin, Texas, wo DNC-Mitglieder den Reihenfolge der frühen Primärwahlsstaaten neu strukturierten.
South Carolina startet die Wahlen
South Carolina wird erneut am 22. Januar 2028 die erste offizielle demokratische Primärwahl abhalten; das Land hat eine bedeutende Schwarze Bevölkerung, wobei Schätzungen zufolge etwa ein Viertel der Bevölkerung sich als Schwarze identifiziert.
Nachfolger sind Nevada am 1. Februar 2028 und New Hampshire am 8. Februar, gefolgt von New Mexico, Michigan und Virginia im Februar. Diese Änderungen verfestigen eine Entwicklung, die bereits im Wahlzyklus 2024 begonnen hatte.
Bemühen um Diversität
Der neue Kalender soll laut Bericht mehr Einfluss auf staaten mit größerer Rassenvielfalt geben; Nevada und New Mexico etwa haben große lateinamerikanische oder hispanische Bevölkerungen, wobei jeweils 31 Prozent und 49 Prozent der Einwohner sich so identifizieren.
DNC-Chef Ken Martin betonte die Änderungen in sozialen Medien und erklärte, die ausgewählten Staaten spiegelten die Diversität Amerikas wider. Martin schrieb, die Änderungen würden sicherstellen, dass der Parteikandidat bestens positioniert sei, um 2028 das Weiße Haus zu gewinnen.
Der ehemalige Gouverneur von Vermont, Howard Dean, der den DNC von 2005 bis 2009 leitete, erklärte der Associated Press, dass die Kalenderänderungen einen repräsentativeren Nominierungsprozess schaffen würden. Dean wies darauf hin, dass Staaten wie South Carolina und Nevada besser die demografische Zusammensetzung des Landes widerspiegeln als Iowa und New Hampshire.
Ongoing Debate and Intra-Party Dynamics
Die Debatte um die Neustrukturierung des Primärwahlkalenders war in der Vergangenheit umstritten; 2024 hielten lokale Führer in New Hampshire eine eigene Staatswahl durch, bevor der erste Parteiführungs-Wahl in South Carolina stattfand. New Hampshire-Beamte beriefen sich auf ein Bundesgesetz, das ihre Wahl zur ersten im Land erklären sollte.
Auch die Iowademokraten haben Bedenken angemeldet, dass der Staat im Primärwahlkalender weiter nach hinten rutschen könnte, was den falschen Eindruck bei ländlichen Wählern vermitteln könnte, die sich in der nationalen Politik oft ignoriert fühlen und tendenziell konservativer sind.
Einige Experten vermuten, dass die Kalenderänderungen den wachsenden Streit innerhalb der Partei zwischen fortschrittlichen und moderaten Kandidaten beeinflussen könnten; Michigan, einer der Staaten, die im neuen Kalender hervorgehoben werden, hat kürzlich den progressiven Abdul El-Sayed als Senatskandidaten nominiert. Dies hat Spekulationen ausgelöst, dass der Pendelstaat den Fortschrittlichen helfen könnte, mehr Einfluss auf die Partei zu gewinnen.
Andere Staaten im 2028-Programm haben jedoch einen eher moderaten Trend, wobei South Carolina etwa Joe Biden in den Primärwahlen 2020 gegenüber seinen fortschrittlicheren Konkurrenten, Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren, bevorzugte. Boyd Brown, ein ehemaliges DNC-Mitglied aus South Carolina, erklärte der Associated Press, dass Wähler in den nördlichen Staaten sich wahrscheinlich von denen in South Carolina unterscheiden würden.
Hier ist die vollständige Liste der sechs Staaten, die zuerst über die demokratischen Präsidentschaftswahlen 2028 entscheiden: South Carolina am 22. Januar 2028; Nevada am 1. Februar 2028; New Hampshire am 8. Februar 2028; New Mexico am 15. Februar 2028; Michigan am 22. Februar 2028; und Virginia am 29. Februar 2028.
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