Südafrikas Außenministerium für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit (DIRCO) hat eine Notfallreaktion gestartet, um seine Bürger zu unterstützen, die derzeit im Golfregion eingeschlossen sind, während die Spannungen zwischen Iran, Israel und den USA weiter ansteigen.

DIRCO bestätigte am Sonntag, dass es direkten Kontakt zu Südafrikanern hat, die von den kürzlichen Luftangriffen und Gegenangriffen im Nahen Osten betroffen sind. Die Situation führte zu umfassenden Schließungen der Luftspace im gesamten Gebiet, was Fluggesellschaften – darunter auch südafrikanische – veranlasste, Flüge zu und von der Golfregion abzusagen.

Laut DIRCO ist die primäre Sorge die Sicherheit der südafrikanischen Bürger, die aufgrund der Schließung der Luftspace und der laufenden militärischen Aktivitäten nicht aus der Region abreisen können. Bisher wurden keine offiziellen Berichte über Opfer veröffentlicht, aber der diplomatische Druck liegt auf der Sicherstellung einer sicheren Rückführung für die Betroffenen.

Die Vereinigten Staaten und Israel starteten am 28. Februar Angriffe gegen Iran, wobei der öffentlich-rechtliche israelische Sender berichtete, dass der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei ein Ziel war. Als Reaktion startete Iran Raketenangriffe auf Golfstaaten und Israel, was die Volatilität der Region weiter erhöhte.

Die Konflikte führten zu erheblichen Störungen im Luftverkehr im Nahen Osten. Fluggesellschaften wie Emirates, Etihad und Qatar Airways haben Flüge zu und von mehreren Golfstaaten eingestellt, da Sicherheitsbedenken und der Wunsch, den Konfliktbereich zu vermeiden, bestehen.

Südafrikanische Luftfahrtgesellschaft (SAA) hat ebenfalls mehrere internationale Flüge abgesagt, einschließlich Strecken nach Dubai, Riad und Teheran. SAA-Beamte erklärten, dass die Absagen eine vorsorgliche Maßnahme sind, um Passagiere und Crew unter den unvorhersehbaren Sicherheitsbedingungen zu schützen.

DIRCO bat südafrikanische Bürger in der Golfregion, sich mit dem Ministerium in Verbindung zu setzen und offizielle Updates zu Reisebeschränkungen und Rückführungsplänen zu verfolgen. Das Ministerium riet zudem, nicht-essentielle Reisen in die Region zu vermeiden und bei Bedarf lokale Konsulatsdienste in Anspruch zu nehmen.

Laut der Vereinten Nationen wurden in den letzten zwei Wochen mehr als 200.000 Zivilisten aufgrund des Konflikts vertrieben, viele suchten Schutz in Nachbarländern. Obwohl der Fokus auf militärische Ziele liegt, wird der humanitäre Aspekt immer deutlicher.

Der aktuelle Krisenherd wird mit früheren Eskalationen im Nahen Osten verglichen, insbesondere mit den 2020er Luftangriffen zwischen den USA und Iran, die zu einer kurzen, aber intensiven militärischen Aktivität führten. Allerdings hat dieser neueste Konflikt eine breitere Palette an Akteuren beinhaltet, einschließlich Israel, und führte zu umfassenderen Luft- und Bodenoperationen.

Iran ist seit langem ein Schlüsselspieler in der geopolitischen Dynamik der Region, mit seiner Unterstützung für verschiedene Milizen und Gruppen im Nahen Osten. Die jüngsten Angriffe haben Bedenken hinsichtlich eines größeren regionalen Konflikts ausgelöst, wobei auch Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate eine bedeutende Rolle spielen.

Laut Analysten hat die Beteiligung Israels eine neue Ebene der Komplexität in die Situation gebracht. Israel wird beschuldigt, militärische Einrichtungen im Iran angegriffen zu haben, einschließlich eines Berichts über einen Angriff auf eine Einrichtung in der Provinz Hormozgan, die nahe der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas liegt.

DIRCO betonte, dass es ständigen Kontakt zu lokalen Botschaften und Konsulaten in der Golfregion hat, um die Sicherheit südafrikanischer Bürger zu gewährleisten. Das Ministerium hat sich auch mit internationalen Partnern wie der Europäischen Union und den Vereinten Nationen in Verbindung gesetzt, um eine umfassendere Reaktion auf die Krise zu koordinieren.

Da die Situation weiterhin sich entwickelt, warnte DIRCO, dass weitere Störungen im Luftverkehr und bei Rückführungsversuchen wahrscheinlich sind. Das Ministerium bereitet sich auf eine mögliche Zunahme der südafrikanischen Bürger, die in den nächsten Tagen Hilfe benötigen.

Bisher wurden keine offiziellen Zahlen zur Anzahl der südafrikanischen Bürger veröffentlicht, die betroffen sind, aber die diplomatischen Bemühungen laufen weiter, und die Situation bleibt flüchtig. Der Fokus liegt derzeit auf der Sicherstellung der Sicherheit und des Wohlbefindens der Bürger in der Region.