US-Präsident Donald Trump warnt Iran, dass jede Störung des Ölexportes durch den Hormuzschlitz mit ’20-mal härterer’ Rache beantwortet werde, während die Spannungen im Nahen Osten steigen. Während einer Pressekonferenz am Montag deutete Trump an, dass der Krieg möglicherweise von kurzer Dauer sei, änderte aber schnell das Thema und warnte vor intensiveren Maßnahmen, falls Iran den globalen Ölexport blockieren sollte.
Ölpreise und Marktvolatilität
Die Äußerungen führten zu Volatilität auf den Öl- und Aktienmärkten. Früher am Tag hatte Trump behauptet, dass der Konflikt zu ‘niedrigeren Ölpreisen und Gaspreisen für amerikanische Familien’ führen würde, doch die Unvorhersehbarkeit der Situation hat sich durch die Marktvolatilität gezeigt.
Der Krieg hat die Lieferung von Öl und Gas auf die Weltmärkte stark gestört, was zu einem Anstieg der Kraftstoffpreise in den USA führte. Der Konflikt hat auch zu massiver Verdrängung geführt, wobei Ausländer aus Geschäftscentern flüchteten und Millionen Menschen Schutz suchten, als Bomben militärische Stützpunkte, Regierungsgebäude, Ölanlagen, Wasserinfrastruktur, Hotels und mindestens eine Schule trafen.
Die Ernennung des harten Linien-Ayatollas Mojtaba Khamenei, der seinen verstorbenen Vater als Nachfolger des iranischen Obersten Führers ersetzt, führte zu einem Anstieg der Ölpreise und zu einem Rückgang der Märkte. Investoren deuteten dies als Zeichen dafür, dass Iran bereit sei, sich zu versteifen, nur 10 Tage nach Beginn des Krieges durch die USA und Israel.
Escalation und diplomatische Gespräche
Die Ölpreise sanken später, und der US-Aktienmarkt schloss mit Gewinnen, nachdem Trump einer Gruppe Politiker in seinem Golfclub nahe Miami sagte, dass der Konflikt bald enden könne. ‘Wir haben einen kleinen Ausflug ins Nahen Osten unternommen, um einige Übel zu beseitigen. Und ich denke, Sie werden sehen, dass es ein kurzfristiger Ausflug sein wird,’ sagte er.
Einige Stunden später postete Trump auf sozialen Medien: ‘Wenn Iran irgendetwas tut, das den Ölfluss im Hormuzschlitz unterbricht, wird die Vereinigten Staaten von Amerika Iran 20-mal härter treffen, als bisher.’
Als offensichtliche Reaktion auf Trumps Äußerungen sagte ein Sprecher der paramilitärischen Revolutionsgarden, Ali Mohammad Naini: ‘Iran bestimmt, wann der Krieg endet.’
Trump hatte am Montag auch einen Anruf mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um über den Krieg und andere Themen zu sprechen. Putins Außenbeauftragter, Juri Ushakov, sagte, Putin habe ‘einige Ideen zur schnellen politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts’ geäußert, nachdem er mit Golf-Ländern und dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian gesprochen habe.
Menschliche Opfer und militärische Aktionen
Ayatollah Mojtaba Khamenei, ein geheimnisvoller 56-jähriger Geistlicher, ist nur der dritte Oberste Führer in der Geschichte der islamischen Republik. Er hat enge Beziehungen zur paramilitärischen Revolutionsgarde, die seit dem Tod seines Vaters, Ayatollah Ali Khamenei, der seit 1989 regierte, während des ersten Angriffs des Krieges Raketen und Drohnen auf Israel und Golfstaaten abgefeuert hat.
Mehr als 20 schwere Explosionen wurden in Teheran gehört, was als schwerster Luftangriff auf die Hauptstadt seit Beginn des Kriegs am 28. Februar gilt. Iranische Medien berichteten nicht über Schäden oder Opfer.
Israel gab am Montag bekannt, dass es eine ‘umfassende Welle von Angriffen’ auf die iranische Stadt Isfahan sowie Teheran und südliche Teile Irans durchgeführt habe. Das israelische Militär sagte, es habe Dutzende von Infrastrukturanlagen getroffen, darunter das Drohnen-Hauptquartier der Revolutionsgarde.
Das israelische Militär sagte, dass mehr Raketen am späten Montag aus dem Iran auf Israel abgefeuert wurden. Am frühen Dienstag erklärte das saudische Verteidigungsministerium, dass es Drohnen über die ölreiche östliche Region des Königreichs abgeschossen habe, während in Kuwait die Nationalgarde sagte, sie habe einige Drohnen in den nördlichen und südlichen Teilen des Landes abgeschossen.
Trump sagte, die Vereinigten Staaten näherten sich ihrem Ziel, Irans Ballistikraketenbestände zu eliminieren und deren Fähigkeit, sie herzustellen und abzufeuern, zu unterbinden. Die Regierung hat seit Beginn des Konflikts unterschiedliche Begründungen und Zeitpläne angeboten.
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