Ein Ebola-Ausbruch in der Ost-Kongo hat 65 Menschen getötet, meldet das Afrikanische Zentrum für Krankheitskontrolle (Africa CDC) — Das Virus wurde erstmals 1976 in der Region entdeckt, und dies ist der 17. Ausbruch in dem Land, berichten BBC und Africa CDC. Vorläufige Tests am Institut National de Recherche Biomédicale (INRB) in Kinshasa zeigten, dass das Virus in 13 von 20 untersuchten Proben nachgewiesen wurde, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.

Virusstamm und Impfstoffverfügbarkeit

Gesundheitsbehörden bestätigten. Dass es sich um den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus handelt, für den es keinen zugelassenen Impfstoff gibt, while Der Bundibugyo-Stamm löste bereits 2007 und 2012 Ausbrüche aus. Der Zaire-Stamm, der häufiger in der Kongo Demokratischen Republik vorkommt, hat zugelassene Impfstoffe. Dr. Jean Kaseya. Direktor des Africa CDC. Betonte, dass das Fehlen eines Impfstoffs für den Bundibugyo-Stamm die Bemühungen zur Eindämmung der Krankheit erschwere.

Risiko der Ausbreitung und regionale Koordination

Das Africa CDC äußerte Bedenken hinsichtlich des Risikos einer weiteren Ausbreitung, insbesondere aufgrund der städtischen Lage der betroffenen Gebiete wie Rwampara und Bunia sowie der Bergbaustätten in Mongwalu. Dr. Jean Kaseya betonte. Dass „bedeutende Bevölkerungsbewegungen“ zwischen den betroffenen Regionen und Nachbarstaaten eine regionale Koordination unerlässlich machten. Die Gesundheitsbehörde plant, am Freitag mit Regierungsvertretern aus der Kongo Demokratischen Republik, Uganda und Südsudan sowie der WHO und Pharmaunternehmen eine dringende Sitzung abzuhalten, berichtet The Guardian.

Weitere vermutete Fälle wurden in Bunia gemeldet, wobei die Laborkonfirmation noch aussteht. Die kongolesische Regierung hat den Ausbruch noch nicht offiziell bekanntgegeben, obwohl eine Pressekonferenz am späten Freitag erwartet wurde, meldete BBC. Allen betroffenen Gemeinschaften und Risikogebieten wurde empfohlen, sich an die Vorgaben der nationalen Gesundheitsbehörden zu halten.

Historischer und medizinischer Kontext

Ebola ist eine schwere Krankheit mit hoher Sterblichkeitsrate. Sie wird durch direkten Kontakt mit Körpersäften oder Leichen übertragen, oft während Trauerfeiern. Laut WHO liegt die durchschnittliche Sterblichkeitsrate bei etwa 50 %. Frühe Symptome umfassen Fieber, Muskelschmerzen, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Halsschmerzen, gefolgt von Erbrechen, Durchfall, Ausschlag und Blutungen. Es gibt keinen bewährten Heilungsansatz für das Virus, und die Behandlung bleibt vorwiegend unterstützend.

Dr. Michael Head, Senior Research Fellow für globale Gesundheit an der University of Southampton in Großbritannien, stellte fest, dass in der Kongo Demokratischen Republik oft Todesfälle durch Ebola auftreten. Die 65 bislang gemeldeten Todesfälle beinhalten vier Fälle mit labortechnischer Bestätigung, berichtet Africa CDC. Die Lage bleibt unklar, während die Kongo Demokratische Republik und ihre Nachbarn versuchen, den vollen Umfang des Ausbruchs zu beurteilen und entsprechend zu reagieren.