Europäische Aktienmärkte verzeichneten am Dienstag starke Verluste, als sich die Spannungen im Persischen Golf verschärften, but Der deutsche DAX sank um 2,56 Prozent auf 24.672 Punkte, sein niedrigstes Niveau seit Anfang Februar. Der französische CAC 40 verlor 2. 17 Prozent. Der spanische IBEX 35 2,64 Prozent und der britische FTSE 100 1,20 Prozent. Der starke Rückgang folgte auf einen direkten Angriff auf die Raffinerie von Ras Tanura in Saudi-Arabien, einen Schlüsselknotenpunkt in der globalen Ölversorgungskette, sowie eine faktische Blockade des Hormuzkanals, was Angst vor einer globalen Energiekrise auslöste.
Auswirkungen auf Energiemarkte und globale Handelsbeziehungen
Der Rohölpreis für WTI stieg zeitweise um über 12 Prozent an und erreichte ein Niveau, das zuletzt im Juni letzten Jahres gesehen wurde, bevor er sich bis zum Handelsende auf etwa 71 bis 72 Dollar stabilisierte. Die Blockade des Hormuzkanals. Einer kritischen Verkehrsader für 20 Prozent der globalen Ölförderung, zwang über 150 Tanker, sich anzulegen und auf sicheren Durchgang zu warten, as Versicherungsgesellschaften begannen, Policen zu kündigen oder Prämien bis zu 0,4 Prozent des Werts eines Schiffs zu erhöhen, was den Schiffsverkehr weiter störte.
Der Angriff auf die Raffinerie von Ras Tanura, die eine Kapazität von 550.000 Barrel pro Tag hat, bestätigte Analysten ihre schlimmsten Befürchtungen, dass Irans Racheangriffe nicht nur US-Militärlogistik, sondern auch kritische Energieinfrastruktur ins Visier nehmen würden. Laut JPMorgan und Goldman Sachs könnte der Ölpreis, wenn die Blockade länger als drei Wochen andauert, über 100 Dollar pro Barrel steigen und eine ‘globale Inflationswelle’ auslösen.
Die Situation hat auch die Silbermärkte erschüttert, wo der Preis nach einem Morgenanstieg von 3 Prozent über 6 Prozent einbrach, while Obwohl Gold weiterhin als sicheres Anlageobjekt gilt, ist Silber aufgrund seiner industriellen Nachfrage anfälliger für die Energiekrise. Der Anstieg des ISM-Industrie-Preisindex auf 70,5, ein Anstieg um 11,5 Punkte, alarmierte die Märkte weiter und signalisierte eine neue Welle der Inflation, wodurch die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen stiegen.
Belastung für Tourismus- und Luftfahrtsektor
Der Tourismus- und Luftfahrtsektor hat die Schäden am stärksten getragen. Die Aktien von Lufthansa sanken um 4,6 Prozent, wobei der Rückgang zeitweise über 6 Prozent betrug, aufgrund von Massenflugzeugabsagen in die Region und einem starken Anstieg der Kerosinkosten. Der Reisekonzern TUI verlor fast 9 Prozent an Wert, da Investoren sowohl operative Verluste durch Störungen in der Reisebranche als auch das breitere Risiko einer globalen Abnahme der Nachfrage nach Langstreckenflügen unter ‘Kriegsunsicherheit’ einpreisen.
Unterdessen sank der kanadische Dollar auf 1,37 gegenüber dem US-Dollar, was einen Monatslow testete, obwohl der Rohölpreis um 8 Prozent stieg. Die kanadische Wirtschaft verzeichnete im vierten Quartal einen Rückgang um 0,6 Prozent, die schlimmste Leistung seit der Pandemie 2020, und der Herstellungsindex PMI, der im Februar auf ein 13-monatiges Hoch von 51 Punkten stieg, beruhigte Investoren nicht.
Trotz des globalen Rückgangs zeigte der US-Aktienmarkt Resilienz. Der Dow Jones (US30) schloss mit einem Rückgang von 0,15 Prozent, während der S&P 500 (US500) um 0,04 Prozent stieg und der NASDAQ (US100) um 0,13 Prozent anstieg. Die Erholung wurde durch ‘Buy-the-dip’-Aktivitäten in Tech-Riesen wie Nvidia und Microsoft getrieben, die jeweils um 2,9 Prozent und 1,5 Prozent stiegen, but Investoren sehen ‘Big Tech’ zunehmend als sichere Anlageoption während Perioden geopolitischer Unsicherheit.
Auch der Verteidigungs- und Energiebereich profitierten von der Eskalation im Nahen Osten. Die Aktien von Northrop Grumman stiegen um 6 Prozent, nachdem Operation ‘Epic Fury’ gestartet wurde, während Exxon Mobil um 1,1 Prozent stieg, unterstützt durch den Ölpreisanstieg. Diese Gewinne wurden jedoch von der allgemeinen Marktniederlage überschattet.
Zentralbankreaktionen und Inflationsängste
In Asien zeigten sich gemischte Börsenentwicklungen, mit dem japanischen Nikkei 225, der um 1,35 Prozent fiel, dem Hongkonger Hang Seng, der um 2,14 Prozent sank, und dem australischen ASX 200, der leicht um 0,03 Prozent stieg. Der australische Dollar erholte sich auf 0,71 Dollar, was den tiefen Rückgang vom Montag teilweise kompensierte, getrieben von der harten Haltung des RBA-Gouverneurs Michele Bullock. Bullock warnte. Dass der Anstieg der Ölpreise ernste Inflationsrisiken für Australien darstellt und bestätigte, dass die Zentralbank bei ihrer März-Sitzung eine Zinserhöhung in Betracht ziehen würde.
Laut Analysten wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im März jetzt auf 28 Prozent geschätzt, mit voller Zinserhöhung bis Mai erwartet. Die US-Notenbank wiederum steht unter wachsendem Druck, auf die Inflationsdrucke zu reagieren, die durch den Golfkonflikt ausgelöst wurden, wobei die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen aufgrund der Daten des ISM-Industrie-Preisindex stark stiegen.
Als sich die Situation im Persischen Golf weiterentwickelt, beobachten Investoren und Politiker sorgsam auf Zeichen einer Entspannung oder weiterer militärischer Aktionen. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um festzustellen, ob die aktuelle Marktvolatilität abnimmt oder sich in eine prolongierte Periode wirtschaftlicher Unsicherheit verfestigt.
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