Neu-Delhi (PTI) — Wissenschaftler und pensionierte Militäroffiziere des Vivekananda International Foundation (VIF) forderten Indien auf, eine spezielle Institution zur Bekämpfung der kognitiven Kriegsführung einzurichten. Die Experten wiesen auf Mängel in der Medienkredibilität während der Operation Sindoor hin, einem vier Tage dauernden militärischen Konflikt mit Pakistan im Mai 2025.
Daya Thussu, ein Experte für strategische Angelegenheiten, zeigte in einer Präsentation, wie einige Fernsehsender fälschlicherweise behaupteten, indische Streitkräfte hätten Karachi und Islamabad angegriffen. Die Operation Sindoor begann am 7. Mai nach einem Terroranschlag in Pahalgam, Jammu und Kashmir. Laut Angaben der Experten dauerte die Operation 88 Stunden, bis am 10. Mai ein Abkommen die Feindseligkeiten beendete.
„Die sinkende Kredibilität der Fernsehmedien ist ein echtes Problem“, sagte Thussu. Er verwies auf diese fehlerhaften Berichte als Beispiele dafür, wie unbestätigte Informationen nationale Interessen schädigen können.
Lt Gen Syed Ata Hasnain (in Ruhestand), ein weiterer strategischer Experte, beschrieb moderne Konflikte als Kämpfe in mehreren Bereichen jenseits physischer Schlachten. „Kognitive oder narrative Kriegsführung zielt darauf ab, das Bild eines Landes und seine strategischen Ziele zu schädigen“, sagte er. Hasnain kritisierte Indiens Kommunikationsstrategie während und nach der Operation Sindoor und forderte eine präzisere Umsetzung.
Andere Redner betonten die Notwendigkeit einer zentralen Plattform zur Verbreitung von überprüften Fakten und zur Verbreitung Indiens Position. Der ehemalige Diplomat Ashok Sajjanhar bezeichnete die aktuelle Phase als „Goldilocks-Moment“ für Indien — eine Phase ausgewogener wirtschaftlicher Entwicklung. „Wir haben die industrielle Revolution verpasst, sind aber vollständig in der technologischen“, fügte er hinzu, mit Verweis auf den India AI Impact Summit, der vom 16. bis 20. Februar in Delhi stattfinden wird.
Sajjanhar lobte Indiens Multi-Alignment-Politik und strategische Autonomie, die weltweit an Bedeutung gewonnen haben. Arvind Gupta, Direktor des VIF, betonte die Notwendigkeit einer Institution zur Bekämpfung narrativer Kämpfe im kognitiven Raum. Der strategische Analyst Nitin Gokhale unterstützte eine umfassende Organisation zur Darstellung indischer Interessen und zur Gegenwehr gegen feindliche Narrative.
Die Diskussion am VIF, einem Delhi-basierten Verteidigungsdenkzentrum, zog zwei ehemalige Diplomaten, einen pensionierten Armeeoffizier und Leiter von Denkzentren an. Sie stimmten überein, dass unkontrollierte Narrative von Rivalen Lücken in Indiens Informationsstrategie ausnutzen. Keine Regierungsbeamten nahmen teil, aber die Vorschläge zielen auf politische Kreise ab.
Hasnain betonte, dass kognitive Kriegsführung auf Dominanz im öffentlichen Bewusstsein abzielt, oft durch Desinformation. Während der Operation Sindoor habe Pakistan solche Taktiken genutzt, sagte das Panel. Indiens Reaktion sei unkoordiniert gewesen, was den Verbreitung falscher Behauptungen Vorschub geleistet habe.
Thussu forderte eine faktenbasierte Plattform ein, die unabhängig von parteipolitischen Einflüssen ist. Sajjanhar verknüpfte dies mit breiteren Stärken, wie Indiens Rolle in der KI und multipolaren Diplomatie. Gupta warnte, dass Indien ohne Struktur im nicht-kinetischen Kampf Boden verlieren könnte.
Gokhale schlug vor, dass die Institution militärische, diplomatische und medienbezogene Expertise integriert. Das Ereignis unterstrich wachsende Sorgen über hybride Bedrohungen, bei denen Informationskämpfe vor oder während militärischer Aktionen stattfinden. Die Panelisten nannten keine führende Behörde, forderten aber rasche Maßnahmen angesichts sich entwickelnder globaler Risiken.
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